Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1954)

Jánossy, D.: Fossile Microtinen aus dem Karpatenbecken. I.: Lemminge

Zuletzt sollten die. Daten Ogniew's erwähnt werden. Im allgemeinen nimmt er für die Vereinigung der Arten Stellung. Er vereinigt nämlich sämtliche von ihm veröffent­lichten asiatischen Formen als Unterarten desD. torquatus Pall. Unter den pleistozänen Formen betrachtet er D. gulielmi ebenfalls als eine Unterart von D. torquatus. Dagegen spricht er sich nicht entscheidend über D. henseli aus (28, p. 452, Fussnote). Sehr wesentlich ist jenes Unter­suchungsresultat, welches er auf Grund seiner Jamaler Exemplare veröffentlicht. Er unter­suchte nämlich die kritischen oberen M 1 und M 2 und schreibt darüber folgendes (28, p. 492) : »Jene Untersuchungen, welche wir auf zahlreichen Jamaler Exemplaren vornahmen, über­zeugten uns, dass diese Merkmale (das Vorhandensein oder Fehlen der hinteren inneren akzessorischen Schmelzfalte am M 1 und M 2 ) nicht als verlässliche Kriterien betrachtet werden 'können. Es befanden sich auch in unserem Material Exemplare, welche diesbezüglich eine vollkommene Übereinstimmung mit D. Iiudsonius ergaben.« Wenn wir nun die ungarische Literatur betrachten, müssen wir feststellen, dass M ottl noch im Jahre 1941 (24, p. 16—18) die Benennung D. torquatus benützt, und erst im Jahre 1944, bei Bearbeitung des Peskó'er Materials die Bezeichnung D. henseli verwendet (19, p. 88). Auf den Etiketten des von M о 11 1 und Kormos geordneten Materials ist ausschliesslich D. henseli vermerkt. Betrachten wir nun das aus dem Karpatenbecken gesammelte fossile Material, welches mir zur Verfügung stand : Mandibeln Maxillen Felsnische Pilisszántó (Umgebung v. Budapest) (22) 391 2 Pálffy-Höhle (Kleine Karpaten) (7) 172 14 Jankovich-Höhle (= BajOt) (Komitat Esztergom) . (23) 157 2 Óruzsin-Höhle (Umgebung v. Kassa) (25,30) 148 1 Peskő-Höhle (Komitat Borsod) (19) 24 Szelim-Höhle (Komitat Komárom) (11) 16 — Kiskevélyer Höhle (Umgebung v. Budapest) (15) 10 Baits-HÖhle (Komitat Esztergom) (10) 7 Remete-Höhle (Umgebung v. Budapest) (18) 2 Novi-Höhle (Hohe Tatra) (25) 2 — Kőszeg, Szaybold-Steinbruch (Komitat Vas)* 2 Bifak-Höhe (Umgebung v. Budapest)** Aus literarischen Angaben sind auch noch folgende Fundstellen bekannt , deren Belegstücke ich aber in den Budapester Sammlungen derzeit nicht auf­finden konnte : Felsnische Remetehegy (Umgebung v. Budapest 21) und das bei Kőszeg zuerst gesammelte Material (20). Rezentes Vergleichsmaterial : 2 Stück Schädel mit den Mandibeln von Dicrostonyx torquatus Pall. (Nowaja-Semlja.) Vom Gesichtspunkte des Paläontologen wäre die Bildung des unteren M 3 ein überaus verwendbares spezifisches Merkmal, weil ein beträtchtliches Material an Mandibeln mit diesem Zahn zur Verfügung steht. In jenen Fund­orten, wo wenig Material vorhanden war, zeigte sich hauptsächlich der Typ henseli (Taf. I., Fig. 3.). In reicheren Fundorten dagegen fand ich überall den Typ gulielmi (Taf. I., Fig. 4.), obzwar jedesmal in geringerer Anzahl als den ersteren. In die gulielmi hatte ich nur jene M 3 eingereicht, bei'denen sich die vordere äussere akzessorische Schmelzkante in ganz konkreter Form zeigte. Dort, w о die vordere Wand der von rückwärts gezählten dritten äusseren Schmelzkante nur konkav erscheint oder die genannte akzessorische Kante nur in Spuren zum Vorschein kommt, wurden die betreffenden Exemplare in die Übergangs­typen eingereiht. * Gesammelt von Chernél, am 20. Jul. 1911. ** Material noch nicht bearbeitet.

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