Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 4. (Budapest 1952)

Kaszab, Z.: Revision der Meloiden-Gattung Cyaneolytta Pér. (Col.)

Revision der Meloiden-Gattung Cyaneolytta Pér. (Col.) Von Z. Kaszab, Budapest In der Gattung Cyaneolytta Per. sind die grossen Lyttinen-Arten zusammengefasst, welche breite, meist abgeflachte Fühler, weiters eine mit einem grossen, roten Fleck, oder wenigstens mit einem medianen roten Längsstreifen versehene Hinterbrust besitzen. Der Körper der meisten Arten ist blau, blaugrün, oder grün, selten sind die Flügeldecken purpurfarbig mit metallischem Schimmer, oder mit grünlichen Seiten. Nur eine einzige Art zeigt rotgelben Kopf und Halsschild ; es handelt sich dabei um C. coeruleata Fairm. aus Madagaskar. Die Verbreitung der Gattung ist auf das tropische Afrika beschränkt. Wir kennen aber auch aus Vorder-Indien zwei Arten (C. coerulea Leuck. und C. Acteon Lap.), aus Madagaskar eine (C. coeruleata Fairm.). Die nächstverwandten Arten von coerulea Leuck. bewohnen den süd­lichen Savannen- und Halbwüstenrand der Sahara, wo vier Arten vorkommen (C.saphirina Mäkl., C. Chopardi Pic, C. Baulnyi Mäkl. und C. Maindroni Pic), während in die Verwandtschaft von C. Acteon Lap. nur eine einzige Art gehört, uzw. C. sulcata Mäkl., welche nur aus dem Senegal bekannt ist. Aus Arabien, sowie aus den weiten Länderstrecken zwischen Arabien und Indien kennen wir bisher keine einzige Cyaneolytta-Art, obwohl das Vorkommen der Gattung aus diesen Gebieten als höchstwahrscheinlich angenommen werden kann. Sicher erscheint aber die Tatsache, dass das Entstehungszentrum der Gattung Cyaneolytta Per. im tropischen Afrika zu suchen ist, und dass die in Indien lebenden Arten nur über Arabien eingewandert sein können. Unter den Melóidén gibt es mehrere Gattungen mit ähnlicher Verbreitung, so z. B. die Gattungen Psaly­dolytta Per. unter den Epicautinen, sowie Cylindrothorax Escher. und Eletica Lac. unter den Lytti­nen. Diese Gattungen sind äthiopischer Herkunft, doch dringen einige Arten sogar bis Hinter­Indien vor. Die Gattung Cyaneolytta Per. besitzt nach dem Catalog Borchmann(inJunk & Schenk­1 i ng : Coleopterorum Catalogus, pars 69, 1917, p. 103—105) 35 Arten. Ein Teil dieser Arten {15) stellt aber nach meinen Untersuchungen Synonyme dar. Gemeinsam mit den nach dem Erscheinen des Kataloges von M. P i c, sowie von mir in der vorliegenden Arbeit beschriebenen beiden neuen Arten und drei neuen Subspezies kennen wir insgesamt 29 Arten, 7 Subspezies und 3 Aberrationen. G. Haag-Rutenberg war der erste Coleopterologe, der eine Bestimmungstabelle der Arten dieser Gattung (als der Cantharis sulcata-Acteon Gruppe) veröffentlichte (Deutsche Ent. Zeitschr. 1880, p. 57). Diese Bestimmungstabelle ist aber heute nicht mehr anwendbar, nicht nur deswegen, weil ein Teil der Arten von Haag-Rutenberg falsch aufgefasst wurde und nur etwa die Hälfte der bekannten Arten in die Bestimmungstabelle aufgenommen erscheint, sondern ausserdem auch deshalb, weil die von ihm verwendeten Merkmale nicht genügend bestimmt •wurden ; seine Unterschiede sind meist nur auf Färbung und Skulptur begründet, während die in systematischer Hinsicht äusserst wichtigen Merkmale der Tarsen und Enddorne der Schienen, sowie die Geschlechtsmerkmale keine Beachtung fanden. Die systematische Klärung der Gattung wurde mir nun dadurch ermöglicht, dass ich die Typen fast .sämtlicher Arten, oder zumindest authentische Exemplare untersuchen konnte.Von einigen Arten studierte ich hunderte von Exemplaren, wodurch ich mir dann einen klaren Über­blick über die Variabilitätsverhältnisse der einzelnen Arten verschaffen konnte. Anlässlich meiner Untersuchungen lag mir ausser dem .Material des Ungarischen Natur­wissenschaftlichen Museums in Budapest das ganze diesbezügliche Material des Zoologischen Museums des Bayerischen Staates aus München vor (Sammlung Haag-Rutenberg mit ihren zahlreichen Typen), weiters die Sammlung des Museums Georg Frey ebenfalls aus München, wo ich die Exemplare F. B o r c h m a n n's studieren konnte. Ferner stand mir das Material des Zoologischen Museums der Humboldt-Universität aus Berlin zur Verfügung, in welchem ich Gelegenheit hatte, sämtliche Typen von Harold, Kolbe, Gerstäcker, usw. zu untersuchen, weiters das ganze unbestimmte Material des Belgischen Congo-Museums aus Tervuren, und des Institut des Parcs Nationaux du Congo Belge aus Bruxelles, die M ä k 1 i n'­.g Természettudományi évkönyv 1953—9957. 81

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