Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 3. (Budapest 1953)
Boros, Á. ; Vajda, L.: Ergänzungen zur Moosflora der Umgebung von Budapest und des Buda-Pilisgebirges
für die Wälder des Andesitgebietes sind noch die Moose Heterocladium squarrosulum, Diphyscium sessile, Catharinaea Hausknechtii charakteristisch, die zwei letzteren unter Buchen. • Im Andesitgebiete sind die Engtäler die interessantesten Orte. Hier entsteht ein eigentümliches kühles und feuchtes Mikroklima, das die Existenz vieler Moosarten ermöglicht, die sonst in der Nadelholzregion ihre Verbreitung haben. Die interessantesten Schluchten sind die Täler Bükkös-patak und Óvíz-Öregvízvölgy bei Szentendre, Rámszakadék und Lukácsárok bei Dömös, Apátkútivölgy bei Visegrád, Holdvilágárok bei Pomáz, Nyírvölgy und Bitócivölgy bei Pilismarót, Kalicsapatak-völgy bei Tahi und auch andere. Die Phanerogamenflora dieser Schluchten zeigt kaum das hier herrschende besondere Mikroklima, nur einige Farne und viele Moose weisen auf eine Erscheinung hin, welche der Regionenumkehrung ähnlich ist. Die charakteristischen Moose dieser Engtäler sind folgende : Metzgeria conjugata, Blasia pusilla, Eucalyx hyalinus, Solenostoma sphaerocarpum, pumilum, Nowellia curvifolia, Lepidozia reptans, Blepharostoma trichophyllum, Scapania curia, mucronata, aequiloba, Lejeunea cavifolia, Fissidens exilis, pusillus, Seligeria setacea, Dichodontium pellucidum, Gyroweisia tenuis, Tortula obtusifolia, Bartramia itfiyphylla Hygrohypnum palustre, Brachythecium reflexum, Mildeanum, rivulare, Cirriphyllum velutinoides, pilijerum, Rhynchostegium murale, confertum, Rhynchostegium rotundifolium, Rhynchostegiella curviseta, Rhynchostegiella Jacquinii, Plagiothecium platyphyllum, neglectum, succulentum, Hypnum arcuatum, Pogonatum nanum, urnigerum. In den Engtälern der Andesitgegend sind manche Quellen reich an Kalk, im Tale Nyírvölgy bei Pilismarót kommen auch Kalktuffblöcke vor, welche von den Quellen und Wassersickerungen von Jahr zu Jahr gebildet werden und eine Kalkflora beherbergen. Andesit ist kalkhaltig, und wenn es verwittert, wird Kalk frei. Deshalb kommen in diesen Tälern die Kalkmoose mit den kalkmeidenden Moosen gemischt vor. Es gibt im Gebiete auch bedeutende Sandsteinbildungen, gebildet vom spezifischen Hárshegyer Oligozän-Sandstein. Auf dem Berge Hárshegy, Budapest, im Tale »Hosszutöltesarokvölgy« bei Budakeszi, auf dem Berge Szarvashegy bei Pesthidegkút, ferner am Fusse der Berge Oszoly und Csúcshegy bei Csobánka, am Nordabhange des Berges Nagykevély und endlich am Berge Naszály bei Kosd bzw. Vác kommen kleinere Sandsteinfelsen aus dieser Formation vor. Die charakteristischen Arten des Sandsteines sind : Cynodontium polycarpum, Dicranum montanum, longifolium, Georgia pellucida, Aulacomnium androgynum, Buxbaumia aphylla, indusiata, Pogonatum nanum. Im Andesitgebiet wurde ein neues Sphagnumvorkommnis entdeckt, und zwar das Waldmoor Mélysár oder Mélymocsár im Tale Óvíz- oder Öregvízvölgy bei Szentendre, wo Sphagnum teres und Sph. squarrosum vorkommen. Die hochliegenden Waldwiesen des Andesitgebirges wurden auch systematisch durchsucht und es erwies sich, dass es hier mehrere kleinere Nardeten gibt, wo auch Aulacomnium palustre und Climacium dendroides ziemlich reichlich, Rhytidiadelphus squarrosus aber spärlich vorkommt. Die Moosflora der südlich orientierten Kalk- und Dolomitfelsen war schon ziemlich gut bekannt. Hier sind Weisia tortilis, Syntrichia ruralis var. calcicola, S. montana, Grimmia anodon, tergestina, brunnescens, orbicularis charakteristisch. Die Moosflora des Losses ist ebenfalls interessant, ist aber im Gebiete von einer viel kleineren Dimension als z. B. im Gerecse-Gebirge. Am Südfusse der Berges Naszály bei Vác und Kosd und auch bei Isaszeg ist die Moosflora des Losses am besten entwickelt. An solchen Stellen sind charakteristisch Tortula Velenovskyi, Pterygoneurum pusillum, subsessile, Aloina rigida, ericifolia, Acaulon triquetrum,