Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 3. (Budapest 1953)
Malán, M.: Zur Anthropologie des langobardischen Gräberfeldes in Várpalota
Várpalota 19. Schädel einer Frau von ungefähr 30 Jahren mit Unterkiefer. In der Obenaufsicht brisoid, hausförmig. Phaenozyg. Hinterhauptbein beim Foramen magnum stark beschädigt. Der horizontale Teil des Gaumenbeins fehlt. Mittelmässig komplizierte Nähte. Coronalnaht nach Oppenheim IV. 7. Sagittalnaht II. 6. I. 3. (im innen beginnende Ossification), Lambdanaht 1.3. In diesen links, kleiner Schaltknochen. Ganz glattes sich nach hinten wölbendes Hinterhauptbein. Mittelmässig entwickelte Parietalhöcker. Impressio obelica. Niedrige sich nach oben schmälernde Stirn,'wenig ausgeprägte Stirnhöcker. Glatte Glabella, direkt in die Nase übergehend. Hoher, schrrfàler Nasenrücken, nach vorne gebogene Nasenbeine. Der untere Teil der Nase abgebrochen. Lange, schmale Nasenöffnungen, anthropinförmig. Links verflachte, rechts tief umgrenzte Fossa canina. Massig paraboloider, flacher, nach vorne sanft ansteigender Gaumen. Längliches, mit Spitzen versehenes Foramen incisivum. Mittelhohe, mittelbreite Augenhöhlen, welche sich nach der Seite erhöhen. Links hochstehender, rechts tieferstehender Foramina supraorbitalia. Stark ausgeprägte Teile der Linea temporalis. Nach hinten breiter werdende, an der Seite abgeflachte Jochbögen. Infolge der Vertiefung der Fossa canina erscheinen sie stark gewölbt. An beiden Seiten Foramen zygomaticofaciales. Niederer Unterkiefer mit breiten Kinn, mit nach hinten fliehender Alveolargegend. Die Kinnpartie neigt sich nach oben. Die Unterkieferäste stehen auseinander, massige Muskelansätze. Die Lingula endet auf beiden Seiten in einem Dorn. Spitze Spinae mandibulares. Der vorne gebogene Unterkieferast neigt sich leicht nach hinten. Tiefe Incisura. Proc. articulares gedrückt, schmal. Zähne mittelgross. Oben in kleinem Masse, unten stark abgenützt. Einfache Schuppennaht. Processus mastoideus nach links spitzig, rechts stumpfer, dahinter breite Fossa, auf beiden Seiten ein Kamm. Grosse breite Ohröffnungen, links Sutura tympanomastoidea. Eckige, flache Fossa mandibularis. An der Spina angularis Spitze mit Hacken ; Knochenspitzen in den Schläfengruben. An der rechten Seite des Schädels starke Bronz-Patina. Das Skelett nicht vorhanden. Länge im Grabe gemessen 170 cm. Beigaben : am Halse eine S förmige Fibel, 19 Perlen, zwischen den Beinen zwei Fibeln mit Untersatz. Várpalota 25. Männlicher Schädel. 20—25 Jahre alt. Der dritte Molar ist noch nicht durchgebrochen. Rechter Frontalfortsatz der Maxiila, Condyli des Unterkiefers fehlen. Unterer Teil der Occipitalschuppe beschädigt. In der Obenaufsichtbrisoid, in der Rückansicht hausförmig. Phaenozyg. Nähte stark gezackt. Frontalnaht Oppenheim I. 4. Coronalnaht II. 1 und 4—7. Sagittalnaht I. 4 und 8. Lambdanaht III. 9. Auf dem verhältnismässig glattem Hinterhaupt schwach entwickelt! Crista occipitalis externa. Foramen magnum nach hinten sich verschmälernd. Grösste Breite am Ende des ersten Einviertelteiles. Am hinteren Rande Exostosen. Pantoffelförmige, breite Condyli, auf beiden Seiten mit kleinen Höckern. Tuber pharyngeum. Links sehr grosses ungeteiltes Foramen jugulare. Knochenspitzen am Spina angularis. Mittelhohe, gewölbte Stirn. Sutura metopica ; stark entwickelte Brauenbögen. Links ein, rechts drei Foramen supraorbitale und auch eine Incisura supraorbitalis. In der linken Pteriongegend Schaltknochen. Ausgeprägte Parietalhöcker. In der Lambdanaht mehrere Schaltknochen. Temporalnaht massig gezackt. Auf beiden Seiten stumpfer, grosser Warzenfortsato mit mittleren Nahtresten. Links zwei, rechts ein Foramen mastoideum. Tiefe Incisura mastoidea, dahinter auf beiden Seiten kleine KnochenKämme. Ausgeprägte Crista supramastoidea. Grosse, ovale Ohröffnungen, links darüber Emissarium, rechts auf dem Tympanicum Exostosi. Gezackte Spina angularis. Links Porus crotacophyticobuccinatorius. Flache, tiefe Fossa canina. Alveolare Prognathie. Grosses, sich nach unten ziehendes Foramen infraorbitale. Stark nach der Seite laufende Jochbögen, auf beiden Seiten mit Processi marginales. Unterer Rand gezackt. Breite, massig eingesunkene Nasenwurzel, mittelhoher, konkaver Nasenrücken, längliche Nasenöffnungen, anthropine Form. Nach vorn sanft ansteigender flacher Gaumen mit kleinen, länglichen Kämmen. Hoher Unterkiefer, ausgeprägtes T förmiges Kinn. Links bis zum Ast eine Knochenwulst, vorne vertikalstehender, hinten massig gebogener Unterkieferast. Massige, tiefe Incisura. Mittelgrosse, nicht abgenützte Zähne. An der Innenseite des Unterkiefers sehr grosser Sulcus mylohyoideus. Das Skelett fehlt. Länge im Grabe gemessen 190 cm. Beigaben : beim Oberarm Eisenschwert in einer Holzscheide, darunter ein Schild, mit übers Kreuz stehenden Eisenplatten, bei den Lendenwirbeln in der Mitte Eisenspange, links zwei Feuersteine und ein Eisenhacken, rechts 2 Feuersteine und Eisenrosthaufen. Bei dem rechten Schenkel Eisenmesser, beim linken Fuss eine Lanze, rechts hingegen ein irdenes Gefäss, Eierschalen, Geflügel-, Schwein- und Rindsknochen. Várpalota 33. Schädel einer 30—35 jährigen Frau. Hinterer Teil des Gaumens beschädigt. In der Obenaufsicht sphenoid. Massig phaenozyg. In der Rückansicht hausförmig. Sutura coronalis und metopica einfach. In der Obeliongegend Anfänge von Verknöcherung. Der hintere Teil der Sutura sagittalis und die Sutura lambdoidea stärker gezackt (Oppenheim II. 5—6.). Metopische, mittelhohe, mittelbreite Stirne, mit starken Höckern. Glabellargegend massig hervorspringend (Broca 2). Auf beiden Seiten Incisura supraorbitalis. Hinterhaupt gerade. Genickgegend wellig, obzwar die Muskelansätze kaum hervorstehen. Massig bathrokephal. In der Asterion-