Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1952)
Andrássy, I.: Freilebende Nematoden aus dem Bükk-Gebirge
85. Paraphelenchus maupasi Micoletzky 1922. (Abbildung 27.) (Syn. Paraphelenchus pseudoparietinus Micoletzky 1922.) Fundort : 82 (15 9, 6 <?, 9 juv). Masse : Ç(n = 7), L = 0,815-1,016 mm, a = 26,5-33,0, b = 4,4-5,2, с = 18,2-21,4, V = 72,9-74,8%. - <J(n=4), L = 0,778-0,837 mm, а = 25,3-33,3, b = 4,4-5,1, с t= 22,0-26,5. Mundstachel nicht deutlich geknöpft. Vorderer Teil des Ösophagus 61,5— 65,7% der gesamten Ösophaguslänge. Zwei Weibchen mit je einem Ei. Eigrösse : 67,2—70,0 /< X 25,2 ц. Spikula 23,5—25,2 ц lang, Gubernaculum etwa 1/2 der Spikulalänge. Diese Art wurde zum erstenmal von M a u p a s im Jahre 1921 unter dem Namen Aphelenchus agricola de Man beschrieben. Bald darauf erwähnte sie auch de Man unter demselben Namen, doch ist die von den beiden Autoren beschriebene Art mit A. agricola de Man 1884 nicht identisch, die übrigens ein Synonym von Aphelenchus avenae Bastian darstellt. Micoletzky (1922) stellte die Art von M a u p a s auf Grund der Bildung des Ösophagus in die neue Untergattung Paraphelenchus und benannt sie als A. (P.) maupasi. In derselben Monographie beschreibt Micoletzky auch noch eine weitere Par aphelenchus- Art, uzw. P. pseudoparietinus und bespricht im Jahre 1925 auch das Männchen dieses Tieres. Die Unterschiede zwischen diesen beiden Arten sind nach Micoletzky folgende : der Schwanz von P maupasi ist kurz, bogenförmig gerundet, ohne aufgesetztes Spitzchen, das Gubernaculum ist etwa halb so lang wie die Spikula ; im Gegensatz dazu ist der Schwanz von P. pseudoparietinus plump, aber nie bogenförmig abgerundet, stets mit aufgesetztem Spitzchen, das Gubernaculum beträgt nur etwa */з der Spikulalänge. Bei der Untersuchung der mir vorliegenden Exemplare bemerkte ich nun, dass diese von Micoletzky beschriebenen Unterscheide in Wirklichkeit gar keine Unterschiede darstellen, da sich Übergangsformen nachweisen lassen. Das Schwanzende der meisten im BükkGebirge gesammelten Exemplare zeigt ein deutlich abgesetztes Spitzchen, doch ich fand auch Tiere bei welchen es sehr winzig, papillenartig war, und solche, bei welchen das Spitzchen vollständig fehlte. In Hinsicht der Länge des Gubernaculums waren ebenfalls Übergänge vorhanden. Gubernaculum 1/ 3 bis % der Spikulalänge. Da nun die mir vorliegenden Exemplare Übergangsformen zwischen P. maupasi und P. pseudoparietinus sind und da als einziger Unterschied zwischen den beiden Formen nur die Länge des Schwanzes bestehen bleibt, ziehe ich die beiden Arten zusammen. Da beide von Micoletzky geprägten Artnamen in demselben Buch vorkommen, halte ich den ersten im Buch erwähnten Namen, uzw. P. maupasi Micoletzky im Sinne der Nomenklaturregeln für gültig. Ob nun auch Übergänge zwischen der lang- undkurzschwanzigen Form vorhanden sind, oder ob beide Formen vielleicht selbständige Varietäten sind, werden eist weitere Untersuchungen entscheiden. Die Papillenzahl weicht bei den von mir gefundenen Tieren von den Angaben de M a n 's und Micoletzky's ein wenig ab. Der Schwanz besitzt 5 Paar Papillen : 1. Paar anal, 2. und 3. Paare subventral, in der Mitte und im letzteren Viertel des Schwanzes, 4. Paar subdorsal, vor dem Schwanzende und 5. Paar terminal. P. maupasi Micoletzky ist eine weit verbreitete, terrikole und semiparasitische Art. Im Bükk-Gebirge sammelte ich sie aus faulenden Löcherpilzen bei Bánkút (ungef. 900 m) im Mai, gemeinsam mit Aphelenchoides parietinus (Bastian). Gattung und Art für die Fauna Ungarns neu. 86. Aphelenchoides parietinus (Bastian 1865.) Fundorte : 1 (1 $), 31 (1 <£), 34 (1 1 juv), 43 (1 juv), 50 (1 1 juv), 81 (1 Ç, 1 <J), 94 (1 juv), 96 (24 $,7 ^,7 juv), 97 (5 1 juv), 121 (1 $). Insgesamt 34 Ç, 11 <J, 12 juv. Masse : $(n = 9), L = 0,510-0,842 mm, a = 24-49,6, b = 7,8-13,5, с = 14,7-21,0, V = 69-71,5%, G x = 33%(n = 1). - $(n = 1, auffallend winziges Exemplar), L = 0,324 mm a =26,1, b = 7. - g (n = 4), L = 0,514-0,750 mm, a =38,2-41,2, b =9,9-11,1, с = 16,5-22,9. Körpergrösse stark variierend. In Probe 34. fand ich ein auffallend kleines Weibchen, das der M i с о 1 e t z к y'schen Form A. parietinus var. tubifer f. parvus sf. informis angehört. In allen übrigen Merkmalen stimmt es mit dem typischen A. parietinus überein. Auch Körperbreite stark wechselnd. In Probe 53