Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1952)

Andrássy, I.: Freilebende Nematoden aus dem Bükk-Gebirge

37. Plectus longicaudatus В ü t s с h 1 i 1873. (Abbildung 12 a-b.) (Syn. Plectus meridionalis Steiner 1916.) Fundorte : 2 (1 Ç, 1 juv), 24 (1 $, 1 juv), 59 (1 $), 62 (2 juv), 70 (4 Q). Insgesamt 7 Ç, 4 juv. Masse: $ (n = 3), L = 0,431 —0,609 mm, a =^21-30,7, b = 3,7-3,8, с = 6-6,3, V = 44,0-49,6%. - juv (n = 1), L = 0,367 mm, с = 6,2. Die angegebenen Fundorte und Masse beziehen sich auf die typische Form. Kutikula sehr dünn, und sehr fein geringelt. Körper am Ösophagusende etwa 2,5mal so breit wie der Kopf. Seitenorgan hinter der Mundhöhlenmitte gelegen, Schwanz ganz allmählich verjüngt, fast zylindrisch. Ein Weibchen mit einem Ei, 39,2^x16,8//.. P. longicaudatus В ü t s с h 1 i ist eine sehr weit verbreitete, kosmopolitische, meist terrikole Art. aber nicht sehr häufig. Auch das Verzeichnis von S о ó s (1940) erwähnt sie nur von vier Orten. Im Bükk-Gebirge fand ich sie in feuchtem Moos, im Schlamm des Pisztrángos­Teiches, in Algen auf Felsen und im Sphagnum-Moor von Egerbakta. Der letztere Fundort ist deshalb interessant, weil Soós (1938) dort 14 Nematoden-Arten gefunden hatte. Inzwischen wurde nun das Moos vollständig trockengelegt. Im Jahre 1950 brachte J. Stiller eine kleine Sphagnum-Probe von einigen cm 3, in welcher ich P. longicaudatus in Gesellschaft von Cephalobus elongatus de Man finden konnte. Die beiden Arten wurden von Soós in der erwähnten Arbeit neben 12 anderen Arten angeführt. Es scheint also, dass sich diese beiden Arten gegen­über den mit dem Trockenlegen des Moores verbundenen Veränderungen der Umwelt am wider­standsfähigsten erweisen. Ich erwähne noch, dass im Herbst 1951, als ich selbst diese Stelle aufsuchte, schon jede Spur des vorjährigen kleinen Restes des ehemaligen Sphagnum-Moores vollständig verschwunden und ausgetrocknet war. Die jungen Exemplare von P. longicaudatus wurden im Mai und September, das eiertragende Weibchen im Mai gefunden. Steiner (1916) beschrieb eine neue Plectus-Art, P. meridionalis, die sich von den übrigen Plectus-Arten durch einen kranzartigen Saum auf dem Kopf unterscheidet. Ich fand diese Zeichnungauch bei den von mir untersuchten Exemplaren. Da nun sowohl die Beschreibung als auch die Abbildungen und die Masse von P. meridionalis mit denen von P. longicaudatus übereinstimmen, synonymisiere ich die Steiner'sche Art mit P. longicaudatus. Neben den typischen Exemplaren fand ich aber im Bükk-Gebrige auch eine interessante Form von P. longicaudatus, uzw. an folgenden Fundorten : (Abbil­dung 13 a-f.) Fundorte: 8 (1 $), 22 (12' 2 juv). Insgesamt: 13 2 juv. Masse : reifes $ (n = 9), L = 0,450-0,641 mm, a = 22,8-33,0, b = 3,5-4,2, с = = 8,2-10,3, V = 50,0 - 54,0%. - junges $ (n = 2), L = 0,406-0,444 mm, а = 22,3-26,5, b = 3,4 (n = 1), с = 8,1 -8,4, V = 51,7% (n = 1). Kopf mit 6 flachen Lippen und 6 Kopfborsten. Kutikula fein geringelt und sehr fein längsgestreift. Ringelung am Kopf und Schwanz etwas stärker, aber auch hier fein. Vorderteil der Mundhöhle vorn verdickt, hinten etwas verschmälert. Seitenorgan auf dem Grund der Mundhöhle gelegen, oder etwas weiter vorn, rund­spiralig. Mundhöhle 13,6—16,5 // lang, Breite ihres Vorderteiles 1,6—2,1 //. Mund­höhle 1/8,7—1/10 der Ösophaguslänge. Vorderteil des Ösophagus fast zylindrisch, am Ende mit mässig kräftigem Bulbus. Körper am Ösophagusende 2,2—3mal so breit wie der Kopf. Cardia gut entwickelt. Darm mit etwas erweitertem Lumen, sonst dickwandig. Rectum etwas kürzer als die anale Breite. Seitenmembran deutlich, 1/7—1/9,2 der Körperbreite. Schwanz verjüngt, gegen sein Ende all­mählich verschmälert, fast zylindrisch, kürzer als bei der Stammform, 4,5—5,3 mal so lang wie die Analbreite. Lippen der Vulva etwas vorspringend. Weibliche Gonaden symmetrisch, verhältnismässig kurz. Ein Weibchen mit einem reifen Ei. Eigrösse : 64,0/xx 19,2//. Exkretionsporus unmittelbar hinter dem Nervenring. Körper mit spärlichen Submedianbörstchen. Steiner (1928) erwähnt, dass er bei den von ihm untersuchten Exemplaren von Plectus longicaudatus hinter dem Nervenring winzige Lateralpapillen fest­34

Next

/
Thumbnails
Contents