Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1952)

Andrássy, I.: Freilebende Nematoden aus dem Bükk-Gebirge

(Bulbus V2.5 des Ösophagus bei A. parvum), die verdickte Kutikula des Kopfendes und schliess­lich durch die paarigen Gonaden (Gonade bei A. parvum unpaarig, postvulvar). Die bisher bekannten Axonchium-Artm sind terrikol, mit Ausnahme von A. parvum, das ein Wurzelparasit zu sein scheint. A. dudichi weicht auch in seiner Lebensweise von den übrigen Axonchium-Arten ab, weil es ein Saprophyt ist. An beiden Fundorte wurde die neue Art im Mulm von Bäumen gefunden. In Probe N0 95. fand ich ein fast völlig erwachsenes Exemplar, dessen Gonaden jedoch noch nicht entwickelt waren. In den Uteri der reifen Weibchen sah ich nie Spermien, weshalb ich annehme, dass die Fortpflanzung wahrscheinlich parthenogene­tisch erfolgen dürfte. — Ich widme diese neue Art meinem Professor, Herrn Dr. E. Dudich. 8. Actinolaimus macrolaimus (de Man 1880.) Fundorte: 25 (1 juv)? 45 (1 juv), 124 (juv). Insgesamt 3 juv. Masse : juv (n = 1), L = 0,560 mm, с = 6,8. Eine weit verbreitete Art. aquatil und terrikol, aber nicht sehr häufig. Ich habe diese Art im Bükk-Gebirge aus Moospolstern und aus submersen Moosen im Teich der Bélapátfalvaer Zementfabrik gefunden, uzw. im Frühling und Spätsommer. 9. Dorylaimellus macrodorus (de Man 1880.) Fundorte: 11 (4 juv), 15 (2 juv), 26(1 1 juv), 30(3 1 juv), 42(1 9, 1 juv), 49 (4 Ç 2 <?), 66 (2 <J, 3 juv), 71 (1 $), 100(1 $), 101 (7 juv), 102(1 juv), 106(1 $, 5 juv), 118 (3 <? 1 juv). Insgesamt 12 $,7 26 juv. Masse : $ (n = 6), L = 1,170-1,361 mm, а = 22,8 - 26,5, b = 4,5-5,3, с = 51 5-65,3, V = 44,0-50,2%. - <? (n = 1), L = 1,42 mm, а = 26,5, b = 5,9, с = 57,5. - juv (n = 1), L = 0,904 mm, а = 25,8, b = 4,1, с = 45. Kutikula dünn, in der Körpermitte 2,5—3,0 /л dick. Körperbreite am Ösophagusende 3—3,7mal so gross wie die Lippenbreite. Grösse des Mundstachels in einer Population ziemlich beständig, bei Exemplaren verschiedener Fundorte aber wechselnd : $ (n = 10), St. = 19,6—29,4 /г, S (n = 5), St. = 24,1—35,3 /л, also beim Männchen etwas länger. Ösophagus bei 63,8—67,0% seiner Länge erweitert (n = 5 $). Darm in Glyzerinpräparaten olvigrün, vor dem Prärecturn am dunkelsten, meist bräunlichschwarz oder dunkel olivgrün (bei einem Männchen kohlschwarz). Diese Färbung des Darmes ist für D. macrodorus so charakteris­tisch, dass sie schon bei schwacher Vergrösserung zu erkennen ist. Prärecturn aber fast immer hell, durchsichtig. Enddarm etwas länger als die Analbreite, Prärecturn 2—3mal so lang wie das Rectum. Weiblicher Schwanz mit 2 Paaren von Lateralpapillen. Vulva stark chitini­siert, Vagina muskelkräftig. Nur bei einem einzigen Weibchen fand ich Eier, deren Zahl 4 war. Eigrösse : 64,6—86,8 /л x 30,5—33,6 ц. Spiculagrösse bei Männchen von verschiedenen Fundorten veränderlich : 46,2—58,8 /i. Zahl der Präanal­papillen auch in derselben Population wechselnd : 9 (n = 3), 10, 11, 13 (n = 1—1). D. macrodorus de Man ist eine weit verbreitete, typisch moosbewohnende Art, kommt aber auch terrikol vor. Im Bükk-Gebirge wurde die Art ebenfalls hauptsächlich aus Moosrasen gesammelt (in 10 Proben), doch wurde in zwei Fällen in Erdproben gefunden. Sie scheint beson­ders die Moospolstern auf Felsen zu bevorzugen, in Moos auf der Erde, bezw. auf Bäumen fand ich sie seltener. Nach meinen Beobachtungen und nach den Angaben der Literatur ist D. mac­rodorus ein Bewohner der Gebirge, wo er bis zu Höhen von 4000 m vorkommt. In der Ebene konnte ich die Art nur ausnahmsweise sammeln. Im Mai fand ich ein einziges Weibchen mit Eiern (in Probe N0 106.), doch sah ich ganz juvenile Exemplare von August bis Oktober und fast ganz erwachsene Tiere (vor der letzten Häutung)-im April und Mai. Diese Art scheint also zwei Fortpflanzungszyklen zu besitzen. Sexualziffer 58, was mit den Angaben von Micoletzky. (1922) übereinstimmt. S 00 s (1940) erwähnt die Art in unserem Gebiet nur von zwei Orten. Nach meinen Untersuchungen kann ich schon jetzt feststellen, dass D. macrodorus auch bei uns häufig ist. 22

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