Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1952)
Malán, M.: Untersuchungen über den Horizontalumfang des Kopfes
Untersuchungen über den Horizontalumfang des Kopfes Von M. Ma Ián (Budapest) • (Mit 9 Tabellen) * Der horizontale Umfang des Kopfes ist ein ausgezeichneter Gradmesser der Massenentwickelung des Hirnschädels, denn obzwar der horizontal grössere Umfaiig nicht unbedingt mit der stärkeren Entwicklung in der vertikalen Richtung verbunden ist, haben die Schädel von grösserem horizontalem Umfang nach Erfahrung doch grössere vertikale Dimensionen, andererseits, bei gleichen vertikalen Dimensionen hat der Schädel mit grösserem Horizontalumfang eine grössere Kapazität. Eben deshalb gebraucht sowohl W e 1 с к e r 1, als auch В e d d о e 2 den horizontalen Kopfumfang zur Bestimmung der Kopfkapazität der Lebenden. Trotzdem erlangten die Untersuchungen über den horizontalen Umfang des Kopfes keine so allgemeine Anwendung wie z. B. das Messen der Länge und Breite des Schädels uzw. deshalb, weil die Bestimmung des Kopfumfanges technisch viel schwieriger ist als die Aufnahme der obigen Masse. Nach Martin 3 wird der Horizontalumfang des Kopfes folgendermassen gemessen : »Man hält den Nullpunkt des Bandinasses mit der linken Hand auf der Glabella fest, führt es mit der rechten Hand über die linke Kopfseite bis zu dem vorspringendsten Punkt des Hinterkopfes (Opisthokranion) und dann über die rechte Kopfseite zurück zur Stirn, wo man es ebenfalls mit der linken Hand fixiert. Dadurch wird die rechte Hand frei, die nun am Hinterhaupt kontrolliert, ob das Bandmass wirklich über den vorspringendsten Punkt geht. Ist dies nicht der Fall, so wird das Bandmass entsprechend verschoben und straff angezogen. Man achte darauf, dass es an beiden Seiten des Kopfes gleich hoch zu liegen kommt. Erst jetzt Messt man das Mass ab. Die Haare werden mitgemessen, der Grad ihrer Fülle wird bei der Beschreibung angegeben und dementsprechend kann das Mass korrigient werden. Es handelt sich um ein Maximalmass, was besonders der Anfänger beachten möge. Die grösste Kopflänge ist der sagittale Durchmesser des sogemessenen Umfanges.« Wenn wir auch noch das in Betracht ziehen, dass andere Verfasser nicht durch die Glabella, sondern durch das Ophryon, manche sogar oberhalb der Glabella oder der Arcus superciliares, über der Supraglabellare dieses Mass nehmen, können wir uns nicht wundern, dass wir verhältnissmässig wenige Angaben über den horizontalen Umfang des Kopfes haben. Die Schwierigkeit der Aufnahme, die Schwerfälligkeit, sowie die Tatsache, dass bei der oben bekanntgemachten technischen Beschreibung M a r t i n' s die Fülle des Haares zur Korrektion angenommen werden muss — ohne der Angabe einer bestimmten Korrektionsmethode — verursacht, dass der grösste Teil der Forscher dieses Mass ausser acht lässt und dass dieses mehr bei den Messungen der Schulkinder als bei den Erwachsenen eine Rolle unter den aufgenommenen metrischen Merkmalen spielt. Ferner ist dieser Umstand auch dadurch begründet, dass die Frauen, bei der Messung des Kopfumfanges sich die Haare auflösen müssen, was gewöhnlich sie auch dann ungern tun, wenn sie sich sonst gerne zu den Zwecken der Messung zur Verfügung stellen. 183