Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 40. (Budapest 1947)
Kolosváry, G.: Die Balaniden der Adria
67 Aus dem Asowischen Meere sicher festgestellte Art: Baianus improvisus Darwin. Aus dem Mittelmeere wurden 22, aus der Adria 11, aus dem Schwarzen Meere 3 und aus dem Asowischen Meere 1 Arten, Unterarten, bezw. Formen festgestellt. Ausschliesslich aus dem Mittelmeere sind 12, ausschliesslich aus der Adria 2 Arten, bezw. Unterarten und Formen bekannt geworden. Es kann festgestellt werden, dass die Balanidenfauna des Mittelmeeres von Westen nach Osten zu ärmer wird. Im Westen kommen vor: Verruca Strömia, Chthamalus stellatus stellatus f. clepressa, Baianus tidipiformis, Baianus amphitrite albicostatus, Balanus spongicola, Balanus trigonus, Pachylasma giganteum und Platylepas hexastylos. Im Osten kommen vor: Chthamalus Challengeri Challengeri, Tetraclita squamosa rufotincta und Chelonibia patula. Im Westen wurden 36, im Osten 23 Fundstellen festgestellt. Nur im Westen wurden 8, nur im Osten 3 Arten, bezw. Unterarten und Formen gesammelt: 36:23 = 7:3, d. h. 2.2:1.4. Daraus wird ersichtlich, dass die Arten-Armut im Osten nicht nur auf die unvollständigen Untersuchungen zurückzuführen ist, sondern im Osten eine biologisch-geographische Ursache besitzt. Die Ursache liegt darin, dass 1. das westliche Becken näher dem Atlantik liegt, also näher der Quelle der Faunengenesis, und dass 2. das Schwarze Meer und ein grosser Teil des östlichen Teiles des Mittelmeeres ab origine arm an Arten ist. An felsigen Uferabhängen wurden 32, an flachen nur 20 Fundstellen festgestellt. An felsigen Ufern wurden 17, an flachen Uferpartien 10 Arten gefunden. Der Vergleich zeigt also: 32:20 = 17:10, d. h. 2:1.25. Wie ersichtlich, steht die Arten-Armut an flachen Uferpartien in engem Zusammenhang mit der physikalischen Bodenbeschaffenheit. An felsigen Uferabhängen sind mehr Arten zu finden. Was die Provinzen anbelangt, können wir folgendes feststellen: Jede Provinz besitzt mehr oder minder charakteristische Faunenelemente: