Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)

Sztrókay, K.: Über den Wehrlit (Pilsenit)

92 rale bezeichnete. Aber keine der beiden erhaltenen Formein lässt sich mit der der übrigen bekannten Telluride in Übereinstimmung brin­gen (s. Do elter). Es blieb also mikroskopischen Untersuchungen vorbehalten, den Grund dieser abweichenden Ergebnisse aufzuklären. Wie schon oben erwähnt wurde, war das eine untersuchte Erzexem­plar ( A ) dasselbe, von welchem seinerzeit auch Sipőcz seine Ana­lysenprobe ablöste; die Spuren dieser Ablösung sind an dem Exem­plar sogar heute noch gut zu erkennen. Das mikroskopische Bild verriet run, dass er ein heterogenes Mineral untersucht hatte. Es ist aber un­möglich festzustellen, in welcher Menge die zur Analyse entnommene Probe die oben besprochenen Erzkomponenten enthielt. So viel ist sicher, dass er jenen Teil der mithilfe der Spaltbarkeit abgelö­sten Probe analysierte, in welchem die gesamten Saumerze nicht mehr zugegen waren; die äusseren Saumerze enthalten nämlich Schwe­fel, vcr. wflchem aber Sipőcz in seiner Analyse nicht einmal Spu­ren erwähnt (an dem Wiener Exemplar aber zeigte sich schon ein gewisser S-Gehalt!). Wenn wir nun wegen des Fehlens des Schwefel­gehaltes annehmen, dass das Untersuchungsmaterial aus dem Hessit­Tellurwismut-Teil stammte, dann ergibt sich — das Silber als Hessit in Abschlag gebracht — für die Formel Bi.Te^ noch immer ein Über­schuss an Bi. Auch so kommen wir nur annähernd zur Formel Bi^Te r, doch kann diese Formel nicht akzeptiert werden, wie dies K ö r b e r und Hashimoto (21) in neuerer Zeit nachgewiesen haben. Auf Grurd der mikroskopischen Erfahrungen erscheint es als wahrschein­lich, dass den Wismutüberschuss der Zusammensetzung gediegenes Wismut bedingte. Teils zur Orientierung, teils aber um die Ergebnisse der Analyse durch Sipőcz gebührend beleuchten zu können, führte ich an der erwähnten Stelle der Probe, also an der vom Hessit umsäumten Stelle (in der durch das Abschleifen aufgeschlossenen Tiefe) mithilfe des Leitz'schen Integrationstisches volumetrische Messungen durch. Die Ergebnisse dieser Messungen sind in folgender Tabelle zu­zam m engestellt: No Erz Scala-Teil Volum-o/o Gewicht­0 » 1 Bi 2Te 3 205.8 83.59 83.48 o Bi 2Te,S 9.2 3.74 3.58 3 Bi sTeS s 7.5 ­3.04 2.94 4 BioSs 7.1 2.89 2.48 5 Ag 2Te 16.6 6.74 7.52 insgesamt : 246.2 100.00 100.00

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