Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)
Zimmermann, Á.: Über das Pankreas und seine Langerhans'schen Inseln
o teten Kühne, Lea und S o k o 1 o f f diese Inseln als kleine Lymphknoten, Lymphoidgewebe, andere wieder, wie Dogiel, Pischinger, Markowski, als erschöpfte Drüsenteile. Ebner wies darauf hin, dass diese Inseln von den Ausführungsgängen aus nicht injizierbar sind, Renault aber wies auf ihren Blutgefässreichtum hin. Endlich erkannte Laguesse als erster in den Inseln selbständige Drüsen ohne Ausführungsgänge, die von dem exokrinen Parenchym durch ihre helle Beschaffenheit abstechen, jedoch von diesem abstammen und sich wieder in dieses zurückverwandeln können. Infolge ihrer grossen biologischen und pathologischen Bedeutung bildeten sie den Gegenstand zahlreicher Untersuchungen. Die Langerhans'schen Inseln finden sich nicht ganz gleichmässig zerstreut zwischen dem exokrinen Pankreasgewebe als runde oder ovale, unebene, maulbeerförmige, 100—500 a breite Zellhaufen, die an den Typus der Epithelkörperchen, Corpora epithelialia erinnern. Nach Laguesse, von welchem mehr als fünfzig Arbeiten über die Pankreasinseln erschienen, sind diese beim Kaninchen 100—240 u gross, bei Huftieren noch grösser, bei Fleischfressern kleiner, aber zahlreicher; ausserdem untersuchte er sie bei Schlangen, Salamandern, Fischen usw. fetal und in voller Entwicklung. H e i b e r g nahm an reichem Material, bei 1300 Bauchspeicheldrüsen des Menschen Messungen vor: der grösste Durchmesser beträgt bei 23% nur 75 ju, bei 38% 76— 125 bei 23% 176—225 / t und bei 4% 276—305 u, also das dreifache, wie bei den kleinen Inseln. Sie sind also sehr verschieden gross. Auf ein Kilogramm Körpergewicht entfallen 3—27, auf ein Gramm Pankreas 3—20 Langerhans'sche Inseln. Makroskopisch lassen sich die Langerhans'schen Inseln von der exokrinen Nachbarschaft kaum unterscheiden, umso besser aber an mikroskopischen Schnitten durch ihre helle Beschaffenheit, nicht aber durch scharfe Umgrenzung. Weiters fallen sie mfolge ihres histologischen Baues, ihres Blutgefässreichtums und ihrer auffallend zahlreichen und weiten Blutkapillaren auf. An gefärbten Schnitten erscheinen sie bereits bei schwacher Vergrösserung als blassgefärbte Flecke, an Injektionspräparaten fällt ihre reiche Vaskularisation ins Auge. Ihie Zahl beträgt nach Laguesse beim Menschen pro mm 2 Pankreas je eine Langerhans'sche Insel; beim Pferd, Rind und Schwein beträgt dieses Verhältnis 1 : 8, beim Schaf 1 : 15. Nach O p p e 1 kommen auf 1 cm 2 Pankreas beim Menschen 100, beim Pferd und Schwein 110, beim Rind 100, beim Kalb 125, beim Schaf 120 und bei der Ziege 85 Langerhans'sche Inseln, bei Feten mehr, als bei erwachsenen Tieren.