Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)

Stiller, J.: Beitrag zur Kenntnis der Peritrichenfauna der Schwefelthermen von Split

37 fung und Fehlen der Längsstreifung unterscheiden, oder noch mehr an die zwar ebenfalls fein quergestreifte Süsswasserart V. similis Stokes, welche Kahl auf N o 1 a n ds Anraten von der marinen Art V. nebuli­fera trennt. Bei der grossen Variabilität dieser beiden Arten ist es aber auf Grund der morphologischen Merkmale sehr schwierig, eine scharfe Grenze zwischen der Süsswasserart V. similis und der Meeresform V. nebulifera zu ziehen und die Erfahrung zeigt, dass auch die strenge Absonderung der Meeres- und Süsswasserarten im allgemeinen nicht immer stichhaltig ist. In verunreinigten Schiffshäfen, besonders wenn diese durch verunreinigtes Fluss- oder Abwasser chemisch beeinflusst werden, findet man typische Abwasserformen der Binnengewässer ; anderseits beherbergen mitunter auch kochsalz- und natronhaltige Binnengewässer typische Meeresinfusorien. Aus diesem Grunde wäre eine eingehende Nachprüfung der Arten V. nebulifera und similis nebst Einstellung von Kulturversuchen sehr angezeigt. Vorticella lima Kahl (Abb. 3 d) . Diese Art war in der Badequellenmündung — wie oben bereits erwähnt — eine Begleitform der V. nebulifera. Die Länge der von Kahl im Meerwasser auf Sylt gefundenen Stammform variierte zwischen 60—70 u. Die Split er Form war kon­stant 65 ta lang. Der Körper ist urnenförmig, hinter dem schwach verdickten, etwas umgeschlagenen Peristomsaum etwas eingeschnürt. Das hintere Körperende war hier etwas weniger verjüngt als bei der Sylter Form und die Tiere hatten keine pulsierende Blase. Der vollkommen flache, breite Diskus verrät aber, das die Tiere ihrer Umwelt weitgehend an­gepasst waren und dass der hohe Gehalt an Schwefelwasserstoff kei­nen schädigenden Einfluss ausübt, welcher sich in erster Linie im erhöhten Zellturgor, also auch in der starken Wölbung des Diskus zu äussern pflegt. Das farblose, nicht stark granulierte Protoplasma schliesst nur wenige, grosse Nahrungsvakuolen ein. Der lange, wurstförmige Kern ist auch im Lehen gut sichtbar. Sehr auffallend ist die ziemlich enge, aber scharfkantige Querstreifung, welche fast perlenartig alveolari­siert ist. V. lima war nie so zahlreich wie V. nebulifera ; allein büdete sie nie Scheinkolonien, sondern kam nur zwischen jener Art verstreut vor.

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