Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)
Zimmermann, Á.: Über das Pankreas und seine Langerhans'schen Inseln
10 welchen bei Erwachsenen eine Nervenfunktion nötig ist, ohne Nervenwirkung ab; das Herz arbeitet unter der Regulationswirkung des vom Myokard produzierten Corhormons, solange noch keine Nervenelemente vorhanden sind. Bei jungen Embryonen wird die Nervenkorrelation durch die Humoralkorrelation ersetzt. Die Organisatorenwirkung entspricht ebenfalls einer Hormon- oder Parhormonwirkung. Die Hormone, welche die Entwicklung regulieren, werden zum Teil auch vor während der Entwicklung zugrundegegangen Zeilen, also nicht nur von Drüsen ausgeschüttet, sind daher Nekrohormone. Die Drüsen sezernieren ihre spezifischen Hormone zu einem bestimmten Zeitpunkte und zahlreiche Angaben weisen darauf hin, dass Hormone bereits bei den Embryonen ihre Wirkungen ausüben. Als erste Endokrindrüse wirkt die Hypophyse, später tritt die Insulinwirkung und die Glykogensekretion der Leber ein; das Glykogen häuft sich zuerst in der Placenta und später in der Leber an. Bei menschlichen Embryonen beginnt die Funktion der Leber und der Bauchspeicheldrüse im fünften Monat der Entwicklung. Bei Rindsfeten konnten wir mit Z. Lelkes endokrine Elemente im Pankreas des 65 mm langen Kalbsembryo nachweisen. Hammar und Mironescu fand solche beim menschlichen Embryo von 39 mm Scheitel-Steiss-Länge. Unsere Untersuchungen erstreckten sich vom 35 mm langen Kalbsembryo bis zu voll entwickelten Feten. Fixiert wurde mit S c h a f f e r's Formolalkohol, gefärbt mit HaematoxylinEosin, Pikrofuchsin nach van Gieson und Triacid nach B i o n d iE h r 1 i c h-H e i d e n h a i n ; letztere Methode erwies sich zur Darstellung der Zymogenkörnchen als sehr geeignet. Beim 35 mm langen Kalbsembryo sind im Duodenalgekröse kleine, verzweigte Pankreastubuli nachweisbar, die durch lockeres Bindegewebe verbunden sind; Acini sind noch nicht vorhanden, auch kein Zymogen, doch erscheinen einzelne kompakte Zellgruppen mit abweichender Tinktion. Beim 65 mm langen Kalbsembryo (im Alter von ungef. 2 Monaten) bilden sich im lockeren Bau des Pankreas bereits Acini aus; im zentralen Abschnitt seiner Zellen bemerkt man Zymogenkörnchen; der Zellkern liegt peripher. Unter den Drüsenröhrchen kann man mehrere von grösseren Zellen gebildete Gruppen unterscheiden, welche teilweise noch mit der Wand der Tubuli im Zusammenhang stehen. Beim 11 cm langen Kalbsembryo sind die Inselgruppen im Pankreas von ihrer Umgebung gut zu unterscheiden; ihre Zellen sind stellenweise in Reihen geordnet, ihr Cytoplasma färbt sich nach B i o n d i