Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 38. (Budapest 1945)

Rotarides, M.: Zur Mikromorphologie des Fusses der patelloiden Schenken

32 kulatur liegt eben in dem Umstand, dass im Schnecken körper verschiede­ne Richtungssysteme gemischt und verflochten sind, während es bei den Anneliden nicht zu einer Mischung der einzelnen Muskelsysteme kommt. Für die Anneliden ist das segmentweise Wirken" der Muskulatur charakteristisch, während die detaillierte, aus verschiedenen Richtungssyste­men zusammengesetzte Körpermuskulatur der Schnecken plastisch wirksam ist. Nun haben die pa­telloiden Schnecken, da bei ihnen die stark ausgebildete Haftmuskula­tur einen sehr grossen Raum einnimmt, die ideale allgemeine Form der Schneckenmuskulatur aufgeben müssen. Rohrstuhlgeflechtartiges Ge­flecht tritt bei diesen Formen nur gegen die Sohle zu (in Frontal­schnitten) auf. Die plastisch wirkende Muskulatur der Schnecken hat sich hauptsächlich zu einer Haftscheibenmuskulatur um­gewandelt. Ebenso tritt die mittlere Bindegewebszone infolge der sich kreuzenden Muskelfasern unter dem Organkomplex stark in den Hin­tergrund. Das Zurückziehen ins Gehäuse, bezw. das Zusammenziehen des Kopffusses spielt hier eine unwesentliche Rolle, da die napfförmigs Schale dem sitzenden, sich festhaftenden Tier auch ohnedies einen ge­nügenden Schutz gewährt. Ein spongioses, zusammenpressbares Ge­webssystem in der mittleren Region des Fusses ist hauptsächlich für Landschnecken und unter diesen vor allem für die spiralig gewundener Arten bezeichnend. Erklärung der Abbildungen auf Taîel I—III. 1. Patella coerülea Lam. Die Kreuzung der Fasern des Kolumellar­muskels beider Seiten unter dem Eingeweidesack. Transversalschnitt {Querschnitt durch den Fuss). Schnittdicke 15 fx. Bouinsche Flüssig­keit, Eisenhämatoxylin und Erythrosin. Vergr. ungef. 200fach. 2. Patella coeriilea Lam. Abschnittsweise Kontraktion der Haft­muskulatur (Lateropedalis-Fasern des Kolumellarmuskels in der Sei­tenregion des Fusses, gegen die Sohle zu). Die Kontraktion ist durch stärkere Färbbarkeit erkenntlich. Darunter einzelne Blutlakunen im Querschnitt. Transversalschnitt (Querschnitt durch den Fuss). Schnitt­dicke 15 u. Bouinsche Flüssigkeit, Eisenhämatoxylin und Erythrosin. Vergr. ungef. 200fach. 3. Acroloxus lacustris L. Die Kreuzung der Fasern in der zentra­len Region des Fusskomplexes, unterhalb des Eingeweidesackes (Me­diopedalis-Fasern des Kolumellarmuskels). Transversalschnitt (Quer­schnitt durch den Fuss) in der Höhe des Radulapolsters. Schnittdicke

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