Rotarides Mihály - Székessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 37. (Budapest 1944)

Tasnádi Kubacska, A.: Der natürliche Schädelhöhlenausguss eines Mammuts aus Tata

Kormos stellte fest, dass sowohl die in dem vom Kalktuff eingeschlossenen Löss, als auch die im Kalktuff selbst gefundenen Säugetierreste gleichen Alters sind. Im Kalktuff wurden Überreste von Kleinsäugern deshalb nicht gefunden, da diese, ,,auch wenn sie vorhan­den gewesen wären, nur schwer hätten freigelegt werden können und auch der Aufmerksamkeit eher entgangen wären, da es unmöglich war, den gesamten ausgebrochenen Kalktuff in entsprechend kleine Stück­chen zu zerbrechen''. Die Angaben Kormos' werden nun durch den zur Beschrei­bung vorliegenden Schädelhöhlenausgnss auf sehr interessante Weise ergänzt. Der Fund ist unvollständig. Auf Grund des erhalten gebliebenen Restes wird ersichtlich, dass ein Teil des Schädels schon fehlte, als das Kalziumkarbonat die Fossa ethmoidalis und einen Teil der vorderen Schädelgrube auszufüllen begann. Es liegt daher nahe, dass auch dieses Mammut-Exemplar genau so wie die Tiere, deren Überreste in den nahegelegenen Küchenabfällen zum Vorschein gekommen waren, ein Beutestück des Urmenschen gewesen sein mag und dass dann später die erneut aufbrechenden Thermalwässer den zerbrochenen Schädel überfluteten. Das Wasser liess in der Schädelhöhle wie in einem natür­lichen Schlämmapparat die mitgeschwemmten Objekte zurück, Pflan­zenüberreste, Schneckengehäuse und auch einzelne Knochen. Der Schädel lag mit seinem Frontalabschnitt im Wasser und so sammelten sich die Schneckengehäuse und winzigen Knochen in der Fossa ethmoidalis und in der vorderen Schädelgrube als den tiefsten Stellen an. Der Schädel­höhlenausguss ist deshalb eigentlich nichts anderes, als eine mit Schneckengehäusen vermengte Knochenbreccie, die durch Kalziumkar­bonat verkittet wurde. So blieben die kleinen Knochen, die auch an anderen Stellen des Kalktuff es zerstreut herumlagen (Kormos fand allerdings in 100 m' abgebauten Kalktuff es keinen einzigen) hier in der Schädelhöhle erhalten und konnten zu Fossilien werden. Ähnlich lagen die Verhältnisse auch bezüglich der Schneckengehäuse, die nach Kor­mos im Kalktuff ebenfalls vorkamen, aber „in grösserer Anzahl auch hier nicht gesammelt werden konnten". Jede einzelne Schneckenschale war von einer eigenen dünnen Kalkschichte überzogen, was dafür spricht, dass sie schon eine gewisse Zeit im Wasser getrieben hatten, bevor sie in den Schädel gelangt waren. Der Grossteil der Knochen stammt — abgesehen von einigen Nagetieren — von Fröschen, so dass wir annehmen können, das Wasser habe eine diesen Tieren eben noch zusagende Temperatur besessen. Die grosse Zahl der Knochen aber beweist, dass der Schädelrest den Fröschen einen vorzüglichen Schlupf-

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