Rotarides Mihály - Székessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 36. (Budapest 1943)

Kolosváry, G.: Cirripedia Thoracica in der Sammlung des Ungarischen National-Museums

lit VI. Fossile Formen. Balanomorpha. 1. Balanus hungaricus KOLOSVÁRY. Gehört zum Subgenus Megabalanus. Radii mit Tuben. Steht B. tintinnabulum nahe und sieht äußerlich B. crenatus ähnlich. Mauer­krone mit feinen Längsstreifen geschmückt, an der Basis lobulär. Orifizium normal, Gestalt koniseh, Größe 3—4 mm, Breite 4—5 mm. Die Exemplare sitzen auf einem Bruchstück einer riesigen Pecten­Schale. Fundort: Oligozän-Miozän-Schichten von Budafok-Promon­lor, Pacsirta-Berg, Ungarn, leg. Prof. DR. RAUL STREDA. 2. Balanus improvisus DARWIN. Der fossile Fund dieser Art ist von besonderer Bedeutung. Sie wurde aus den Oligozän-Miozän-Schichten Ungarns (Budafok) be­kannt. Diese Fundstelle verbindet die Nordsee mit dem Schwarzen Meer, die als die Urheimat der Art aufzufassen sind. Beide Meere besaßen in dieser erdgeschichtlichen Periode eine Verbindung, was auch der vorliegende Fund beweist. 3. Balanus picfus MÜNSTER. Im Laithakalk von Ungarn (Mátraszöllős) bekannt. Manche Exemplare sind noch schön rosa-gefärbt, meistens aber farblos, d. h. kalkweiß und verkalkt. Drei Hauptkonstitiitionsformen sind be­kannt, uzw. ganz flache, normal konische und zylindrische Formen. Orifizium eng. 4. Balanus crenatus BRUGUIÈRE. In den Oligozän-Miozän-Schichten Ungarns sehr häufig. Die Exemplare unterscheiden sich nicht von den rezenten, doch sind alle klein, d. h. sie werden nie so groß, wie es bei den rezenten der Fall ist. Ihr massenhaftes Vorkommen in den ungarischen Schichten ist hauptsächlich auf Osirea-Schalen, uzw. auf Ostrea lurida zu beobachten. Die Art kommt aber auch auf Balanus conea­vus, Anomia ephippium und Anomia Goldfussi vor.

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