Rotarides Mihály - Székessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 36. (Budapest 1944)
Meznerics, I.: Die Brachipoden des ungarischen Tertiärs
Subfam. Kraussininae DALL 1870. Genus Mühlfeldtia BAYLE 1880 4 . Mühlfeldtia oblita (MICHELOTTI 1839). (Taf. II. Abb. 6, 9) 1839. Terebratula oblita MICHELOTTI, Brevi cenni dei resti délie classe Brachiopodi. Ann. di Sc. Reyn. Lomb. Vénet. bol. 5. p. 4. Schale breiter als hoch, mit kräftigem, Wirbel und weiter Stielöffnung. An der Armklappe ist unter der Stielöffnung ein Wulst zu sehen. Schloßrand gerade. An beiden Seiten der Stielklappe, oft sogar auf der ganzen Schalenoberfläche können sehr feine fadenförmige Rippen beobachtet werden; neben diesen ist die ganze Oberfläche von kleinen Knötchen bedeckt. An der Armklappe fehlt meist diese Verzierung, oder ist wenigstens schwächer ausgebildet, so daß nur die feinen Zuwaohsstreifen zur Ausbildung kommen. Die Art wird von MICHELOTTI als von Terebratula truncata L. verschieden abgetrennt. Diese spezifische Trennung wird jedoch von SACCO (47, S. 28. Taf. 5. fig. 52—53) bestritten; er führt die Form als Mühlfeldtia truncata L. var. oblita MICHT. an. DREGER (13, S. 190. Taf. 2. Fig. 6—9) sieht in dieser Form eine selbständige Art, ein Vorgehen, daß wir bereits auch bei DAVIDSON (10) antreffen. Im Ausland wurde diese Form im Elveziano Norditaliens und im ostmärkischen Mediterran gefunden. Aus Ungarn ist sie mir von Püspökhatvan (oberes Helvet) bekannt. Die von NOSZKY als Mühlfeldtia truncata var. rotundulata abgetrennten Exemplare könnte bei der Stammform belassen werden. Außerdem erwähnt sie ST. MAIER aus dem Börzsöny-Gebirgc (29, S. 82), allerdings unter dem Namen Megerlea truncata var. obUta. Die von A. KOCH unter dem Namen Megerlea truncata angeführten Exemplare von Törökfalu (Kom. Szatmár) gehören zur folgenden neuen Mühlfeldtia-Art, sind also als oblita-Vorkommen zu streichen. Es befinden sich einige bisher nicht bestimmte Exemplare von Kostej in der Sammlung des Senokenberg-Museums zu Frankfurt 4 Die Gattungsbezeichnung Megerlia (KING 1850) kann trotz ihrer Priorität für diese Gruppe nicht in Anwendung gebracht werden, da Megerlea schon früher (ROBINAU—DESVOIDY 1830) für eine Insekitten-Gattung vergeben wurde. Da Megerlea wahrscheinlich bloß ein Verschreiben ist, müssen wir Megerlia als Synonym von Mühlfeldtia (BAYLE 1880) annehmen (59, S. 24).