Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 35. (Budapest 1942)

Allodiatoris, I.: Craniometrische Untersuchungen an Gorilla-Schädeln

rilla und den Küsten-Gorilla. Nach RZASNICKY kommt zu diesen beiden Unterarten noch eine dritte hinzu, die seiner Meinung nach eine Übergangsform darstellt. Beide Autoren kannten die Herkunft der von ihnen untersuchten Schädel, wodurch ihnen die Bestimmung der Unterarten viel leichter fiel. Verf. in standen dagegen nur sehr wenig, oder besser gesagt fast keine solche Angaben zur Verfügung, trotzdem führte sie aber die Untersuchungen mit beiden Methoden durch. Bei der Bestimmung mit der Methode von COOLIDGE gelang­ten aber solche Schädel in die Gruppe der Berg-Gorillas, die aus den Küstengebieten stammen. Zu RZASNICKYS Methode sind die An­gaben sehr zahlreicher Schädel unerläßlich, sowie auch die genaue Herkunft der Schädel. Verf. in fertigte ein Grafikon an, mit dessen Hilfe sie nachwies, daß je zwei der von ihr untersuchten fünf Go­rilla-Schädel einer anderen Unterart angehören, während der 5. Schädel eine Übergangsform darstellt. Dieselbe Feststellung bezieht sich auch auf die Schädel der weiblichen Gorillas. Unter Einhaltung der von COOLIDGE ausgesprochenen Prinzi­pien und unter Beachtung der von ihm als sicher bezeichneten 10 Maße verglich Verf. in das Graphikon und die Tabellen, wobei sie übereinstimmende Ergebnisse erhielt. Dieselben Schädel, die nach der Tabelle in die Gruppe der Berg-Gorillas gehörten, weichen auch im Graphikon von den übrigen Schädeln ab. Doch ist bei diesen Schä­deln, wie schon oben erwähnt wurde, die genaue Herkunft eines Männchens und eines Weibchens bekannt., uzw. stammen beide aus dem Küstengebiet, weshalb sie unter keinen Umständen zur Gruppe der Berg-Gorillas gehören können. Da nun nach den Feststellungen der Verfasserin die bisherigen Methoden nicht geeignet sind, die Zugehörigkeit von Gorilla-Schädeln zu den einzelnen Unterarten klarzulegen, so muß wohl eine zweckentsprechendere Methode aus­findig gemacht werden. Vielleicht wird es möglich sein, auf Grund der Untersuchung der vorderen, oder hinteren Gliedmaßen, oder vielleicht durch Untersuchung des Rumpfskeletts die einzelnen Unterarten zu unterscheiden.

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