Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 35. (Budapest 1942)

Allodiatoris, I.: Craniometrische Untersuchungen an Gorilla-Schädeln

dien Nr. 669) und Zoologische Abteilung des Ungarischen National­Museums (Männchen Nr. 1572/b und Weibchen Nr. 2767). Die Her­kunft der Schädel ist nicht in allen Fällen aufzuklären. Für die liebenswürdige Überlassung der in diesen Instituten aufbewahrten Schädel zur Untersuchung möchte ich auch an dieser Stelle meinen herzlichsten Dank Herrn Professor Dr GÉZA ENTZ (Zoologisches Institut der Universität), Herrn Professor Dr. FERENC KISS (Anatomisches Institut der Universität) und Herrn Oberdirek­tor Dr. SÁNDOR PONGRÁCZ. sowie Herrn Direktor Dr. GYULA ÉHIK (beide Zoologische Abteilung des Ungarischen National-Museums) aussprechen. Allgemeine Betrachtungen. Für den Gorilla ist es im Allgemeinen charakteristisch, daß wir nur bei sehr jungen Exemplaren eine Kinnspitze finden. Im Verlauf des Wachstums zieht sich dann die Kinnspitze immer mehr zu­rück und verschwindet schließlich vollkommen was durch die sehr starke (tierische) Prognathie der Zähne erklärt werden kann. Der aus­gewachsene Gorilla gehört also in die Gruppe der kinnspitzenlosen (amentalen) Säugetiere. Der Unterkieferkörper der älteren Gorillas ist viel schmäler als seine Äste, eine Tatsache, die auch durch meine Untersuchungen bestätigt wird. Gaumen und Unterkiefer sind schmä­ler und viel länger als beim Menschen. Die Zähne gleichen eher einem Raubtiergbiß. was besonders für die Eckzähne gilt, die oft, als hauer­artige Hauptzähne ausgebildet erscheinen. Die Jochbogen springen viel stärker vor als beim Menschen, was mit der gewaltigen Entwick­lung der Kaumuskulatur beim Gorilla zusammenhängt. Die Ein­drücke der Tränendrüsen in der Orbita sind sehr groß und auch die Lage des Trännenkanals unterscheidet sich vom beim Menschen vor­zufindenden Verhältnissen. Nach HARTMANN zeigen die Schädel junger und erwachsener Gorillamännchen sehr bedeutende Unterschiede, die zwischen jun­gen und erwachsenen Weibchen aber nicht vorhanden sind. So fehlt die am Schädel erwachsener Männchen auffallende Prognathie bei den jungen Tieren. Die Eckzähne alter Männchen sind fast so ntäch­iig. wie die großer Raubtierarten. Der Schädel ist in der Jugend glatt und rundlich (mennschlicher Charakterzug), wird aber im Verlaufe der Entwicklung immer länger und an seiner Oberfläche treten gewaltige Knochenkämme auf. Der eine dieser großen Knochenkämme verläuft am Schädeldach, und zwar nimmt er fast die ganze Länge des Schädeldaches ein, während der andere am

Next

/
Thumbnails
Contents