Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 35. (Budapest 1942)
Éhik, J.: Eine neue Alpenwühlmaus, Microtus (Chionomys) radnensis, aus Siebenbürgen
Über das Gebiß von Microtus ulpius äußert sich MILLER nur sehr kurz. Er stellt bloß soviel fest, daß es mit dem von Microtus nivalis übereinstimmt, während die vordere helmförmige Schlinge des ersten unteren Molars in der Regel ähnlich ist wie bei Microtus nivalis aquitanius, der aus den französischen Pyrenäen bekannt wurde. Eine Zeichnung des Gebisses von M. ulpius wurde bisher noch nicht veröffentlicht. Auf meine Bitte ließ THOMAS OLDFIELD noch vor 21 Jahren eine Zeichnung des Gebisses von M. ulpius anfertigen and schickte mir diese dann zu. Diese Zeichnung konnte ich nun mit gutem Erfolg verwenden und bring sie hier auch zum Abdruck. Auf ihr ist die Eigentümlichkeit im Zahnbau der Alpenwühlmäuse aus dem Radnaer Gebirge nicht zu sehen! Im Jahre 1935 sammelte der polnische Zoologe SAGAN in der Csernahora eine schöne Serie von Alpenwühlmäusen und untersuchte dieses Material, aus welchem auch das Ungarische NationalMuseum ein Exemplar erhielt, 1938 in Budapest und später in Wien. Infolge des in der Zwischenzeit ausgebrochenen Krieges gelang es mir nun nicht Nachricht über das Schicksal der Untersuchungen SAGANS ZU erhalten, weshalb ich ihre Endergebnisse nicht kenne. Vielleicht beobachtete auch er die Baueigentümlichkeit des oberen zweiten Molars, doch scheint es nicht ausgeschlossen, daß diese infolge ihrer Verschwommenheit seiner Aufmerksamkeit entgangen ist. Da aber dieses Problem heute auch schon für die Fauna Ungarns von Interesse geworden ist, kann ich nicht umhin, einen neuen Namen für die Alpenwühlmaus aus dem Radnaer Gebirge zu prägen, uzw. benenne ich sie nach ihrer Fundstelle Microtus (Chionomys) radnensis. Zu dieser neuen Art stelle ich auch die Alpenwühlmäuse von der Csernahora. Zusammenfassende Beschreibung der neuen Art. Microtus (Chionomys) radnensis n. sp. Radnaer Alpenwühlmaus. Typische F u n d s t e 1 le: Legföhrenregion in der Umgebung des Mosolygó-Sees (1900 m. ü. d. M.) bei der Horthy-Spitze in den Radnaer Alpen. Geographische Verbreitung: Bisher nur aus dem Radnaer Gebirge und aus der Csernahora bekannt. Diagnose: Am Vorderrand des von den Aus- und Einbuch tungen gebildeten inneren Dreieckes des zweiten oberen Molars ist eine tiefe Einbuchtung, oder wenigstens die Anlage einer Einbuchtung zu sehen. Die Fossa interpterygoidea ist bedeutend, ungefähr