Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 35. (Budapest 1942)
Kolosváry, G.: Allgemeine Übersicht über die Gezeitenzone in der Umgebung von Rovigno d'Istria in Bezug auf die Balaniden
Zusammenfassung. Auf Grund der Untersuchungen, die wegen des Ausbruches desII. Weltkrieges nicht weitergeführt wurden, kann folgendes festgestellt werden: 1. Chthamalus stellatus stellatus (POLI) kommt in 3 Biotopformen vor, u. zw.: die forma cirrata in der Spritzzone; die forma typica in der Mittelzone und forma depressa auf der Unterseite von Steinen. 2. In den, dem Seegang und der Sonnenbestrahlung ausgesetzten, südlichen Uferpartien, sowie an der Seeseite der Inseln sind die C/îi/iama/its-Ansiedlungen am schönsten. Dagegen sind sie an schattigen, nördlichen und stilleren Uferteilen schwächer ausgebildet. In Grotten fehlen die Chthamalen vollkommen. 3. Was die übrigen Balanidcn anbetrifft, konnte ich feststellen,, daß Baianus perforatus angustus GMELIN in der unteren Zone der Gezeitenzone lebt und wurde in Canale di Lerne, in die Höhle der Insel Bagnole, auf Insel Santa Caterina, sowie auf Röhren von Spirographis Spallanzanii vor dem Canal di Lerne gefunden. Die reicheste Fundort der Balaniden bei Rovigno ist die Austernstation in Canale di Lerne, wo alle 7 Arten: Baianus amphitrite communis DARWIN, eburneus GOULD, perforatus angustus GMELIN, tintinnabulum tintinnabulum (LINNÉ), Chthamalus stellatus stellatus (POLI) und Acasta spongites spongites (POLI) zu finden sind. 4. Lithophyllum, Mytilus, Brachydontes scheinen Feinde der Chthamalen zu sein. Süßwassereinfluß, felsarme Uferpartien sind für Ansiedlung der Chthamalen hindernde Faktoren. Im Schmutzwasser sind sie ebenfalls kaum zu finden. Wo das Ufer mit BlauAlgen bedeckt ist, kommt Chthamalus auch selten vor. Auf ganz glatte, weiße Uferfelsen setzt sich Chthamalus auch nicht, dementgegen haben sie eine besondere Vorliebe zu erodierten, grauen Felsen. 5. Seetiere, die mit Balaniden in Assoziation treten, sind wie folgt: Patella caerulea und lusitanica (Chthamalus); Mytilus galloprovincialis (Baianus amphitrite communis, tintinnabulum tintinnabulumr eburneus); Ostrea sp. (dieselben Balaniden und Chthamalus); Mytilus galloprooincialis f. minima (Chthamalus); Brachydontes minimus (Chthamalus); Spirographis Spallanzanii (Baianus amphitrite communis und perforatus); Monodonta turbinata (Chthamalus). Es ist noch wichtig, daß weder Chthamalus st. st. f. cirrata, noch f. depressa auf Patellen und anderen Seetiere ansiedeln, diese komme» ausschließlich auf Felsen, bezw. an Steinen vor.