Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 35. (Budapest 1942)

Strausz, L.: Das Pannon des mittleren Westungarns

Limnocardium Schréteri nov. sp. (Taf. I. Fig. 21, 26, 27.) Schale oval, mäßig gewölbt, mäßig klaffend, Wirbel klein, un­gef. im ersten Drittel der Gesamtlänge, nicht stark eingerollt, nur wenig hervorragend. Die Eigentümlichkeiten der Rippung erinnern an die bei L. vicinum und L. subsyrmiense: die 19 Rippen des Vor­derfeldes sind mit Ausnahme der ersten Rippe hoch, durch enge, (lache Zwischenräume getrennt; die erste Rippe niedrig, breit, die 4 folgenden vorderen Rippen scharf asymmetrisch (Vorderseite stei­ler) die 7 mittleren abgerundet, symmetrisch und die hinteren 7 scharf, asymmetrisch (Hinterseite steiler); die Rippen sind unter­einander an Größe nicht sehr verschieden. Am Hinterfelde 7 kleinere, scharfe, dreieckige Rippen. Rand stark gekerbt, im Inneren der Schale starke, tiefe Rippenfurchen. Schloß normal, Cardinalzähne mittelstark, vordere Seitenzähne der linken Klappe scharf, leisten­förmig. Eine einzige linke Klappe aus dem C. ungula caprae-Horizont von Somlójenő. Von Limnocardium nobile SABBA (63) (2 p. 45), L. Espér anzae ANDR. (2 p. 48) und L. vicinum FUCHS (2 p. 43) unterscheidet sich die neue Art hauptsächlich durch ihre größere Rippenzahl; L. sub­syrmiense ANDR. (2 p. 46—48) ist größer, rundlicher, weniger ver­längert, nicht klaffend, aber mit L. Schréteri sehr nahe verwandt. Es ist sehr merkwürdig, daß L. Schréteri im älteren Oberpannon gefunden wurde und daß das ihm am nächsten stehende L. sub­syrmiense eine Leitform der untersten Oberpannonschichten in Süd­rußland ist. Ich erlaube mir, diese stratigraphisch interessante Art dem be­kannten Forscher der ungarischen Neogenstratigraphie, Herrn ZOL­TÁN SCHRÉTER, Vicedirektor der kgl. Ung. Geolog. Anstalt zu widmen. Limnocardium decorum FUCHS. LÖRENTHEY 48 p. 86. Eine der am weitesten verbreiteten Arten der Umgebung des Balaton-Sees; kommt an vielen Stellen massenhaft vor, und ist auf den C. foaZa/omca-Horizont beschränkt. Ihre Form ist nicht sehr beständig, aber leicht bestimmbar. So breite Mittelrippen, wie sie ANDRUSOV (2) (Taf. V. Fig. 4 und 6) angibt, sind nur Ausnahmen. 5*

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