Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 34. (Budapest 1941)
Kretzoi, M.: Betrachtungen über das Problem der Eiszeiten. (Ein Beitrag zur Gliederung des Jungtertiärs und Quartärs)
.77 Perioden zu zerlegen, doch stimmen die Grenzen dieser letzteren Abschnitte nicht mit denen der ersteren überein (die erste liegt zwischen ßurdigal und Helvet, die zweite im Mittelsarmat. — also ungefähr dort, wo die erste Grenze auf Grund der Migrations wellen — die dritte sehr undeutlich nach dem Cromerium. die vierte im Postglazial). Der Regressionsgrenze zwischen Burdigal und Helvet entspricht also eine schwache Faunenverarmungsgrenze, der großen ! agression in Sarmat eine sehr scharfe Grenze sowohl im Aussterben der alten Fauna, als auch im Erscheinen einer neuen Fauna. Der nhodanischen Regression wird eine obere Verbreitungsgrenze für viele liei gruppén neben einer sehr schwachen unteren Grenze für einige neue Typen entsprechen, den walachischen Hebungen wieder eine sehr scharfe untere Grenze für eine große Welle ostasiatischernordamerikanischer Einwanderung, verbunden mit einer schwachen Grenze im Aussterben älterer Typen. Am Ende der großen Glazialegressions-serie liegt eine Grenze im Aussterben, die unter Umständen auch für die erdgeschichtliche Grenze der mammalotypen Entwicklungswelle und als Beginn einer anthropotypen Welle angesehen werden dürfte. Die übrigen kanonisch-orogenetischen Grenzen können in der fauna meist nur statistisch erfaßt werden. Die erste Faunenphase ist gekennzeichnet durch eine verarmte Oligozänfauna, aus welcher sämtliche im Laufe des Paläogens besonders spezialisierte Formen fehlen und in der mehr kleine, primitive Typen, sowie einige neue Einwanderer (Proboscidier, Anthropomorphen. usw.) vertreten sind. Hier treten die letzten Nachzügler der \ 01 welle der Säugetiere (Marsupialier) in Europa auf. Die nächste Faunenphase (Helvet-Torton-Untersarmat) liefert Formen, die eine einfache, autochtone Weiterentwicklung der untermiozänen Fauna warm-humiden Milieus zeigen. Im Obersarmat, also dort, wo auch im Erdgeschehen ein scharfer Schnitt zu ziehen ist, ändert sich das Faunenbild plötzlich; die Fauna des Torton und des Untersarm at verschwindet bis auf wenige Formen des Galeriewaldes und der Flußläufe, dagegen erscheinen ganz neue Typen mit Steppencharakter, von bedeutend höherer Evolutionsstufe und auch mit größeren individuellen Dimensionen, wenigstens in Bezttg auf die Huftiergesellschaft (Hipparion, moderne GeweihHirsche. Giraffiden und viele andere), während die Raubtiere meist große, aber primitive Einwanderer sind, zu denen sich großwüchsige Nachkommen einiger einheimischer Formen gesellen. Bei der Betrachtung dieser Tiergesellschaft gewinnt man den Eindruck, daß die Tiergemeinschaft des warmen Waldbiotopes von einer periareti-