Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 34. (Budapest 1941)

Kretzoi, M.: Betrachtungen über das Problem der Eiszeiten. (Ein Beitrag zur Gliederung des Jungtertiärs und Quartärs)

noch im Hintergrund stehen, aber schon dazu berufen sind, die flachste Welle zu bilden (Säugetiere). 4. Bis zum Aquitan. Die Säugetiere, die anstelle der beinahe voll­ständig verschwundenen reptilotypen Landfauna getreten sind, entfal­ten sich zu hoher Blüte und gipfeln in Formen, die abgesehen von Sauropoden der Jura-Kreide-Wende von keinem etologisch entspre­chenden Landtier der Erdgeschichte weder vor, noch nach dieser Pe­riode über!rotten werden. (Baluchitheriidae, Andremsarchus, Tita­notherioidea, Embrithopoda, usw.). Daneben leben aber natürlich überall als unansehnliche, kleine formen die späteren Beherrscher des Raumes. 5. Vom Aquitan bis zu unseren Zeiten. Aus den primitiveren und kleineren Formen der vorangehenden Fauna entwickelt sich die heutige Land fauna, deren größte Glieder weit hinter den Riesenfor­men der ersten Säugctierwellc bleiben. Sie stellen also dieselbe Nach­phase der mammalotypen Evolution dar. wie die pcrmotriadischen Labyrinthodonten, Cotylosaurier und Anomodonten der amphibioty­pen Hauptphase des Karbons-Unterperms, oder die Formen der kre­tazischen Nachphase der jurassischen Hauptphase der reptilotypen Entwicklung. Das Bild wiederholt sich also zwangsläufig! Mit den orogenetischen Phasen, wie mit den kanonischen Schwan­kungen stimmen diese Phasen ebenso scharf überein. wie mit den be­obachteten Vereisungsphasen; jede orogen-geokratische Phase ent­spricht also einer Wellen-Kulm inat ion der Lebenszyklen, das Abklin­gen der Örögen-Phase, bzw. der kanonischen Regression bedeutet aber auch das Aussterben der gleichzeitigen Fauna, bzw. ihre Ablösung durch kleinere, primitivere Formen. In Verbindung mit den Säugetierfaunen können aber nur die bei­den letzten Phasen näher betrachtet werden (die subherzynisch-lara­mische Phase führt nur spärliche Reste von Säugetieren: Vorphase). Die erste alttertiäre Phase scheint sich in drei Etappen vollzogen zu haben, die nach den zur Verfügung stehenden Daten mit den drei Phasen der alttertiären Krustenbewegungen (pyrenäisch, helvetisch und savisch) übereinstimmen. Wegen der Abgrenzung der jungter­tiären Phase interessiert uns jetzt besonders der savische Abschluss der Phase. Aus den stratigraphischen. tektonischen und malakologischen Daten ergibt sich, für die oligo-miozäne Gruppe eine starke Regres­sion, bzw. Egression, mit Kaltwasserfauna und später terrestrischer Phase. Das stimmt mit den hier zu erwähnenden säugetierpaläontolo­gischen Befunden vollkommen überein.

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