Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 34. (Budapest 1941)

Gaál, I.: Das Klima des ungarischen Moustérien im Spiegel seiner Fauna

Sachen klar hervor. In erster Linie ist es auffallend, daß die Schich­ten-Serie der einzelnen Abschnitte des „Riss-Würm'-Interglazial tatsächlich ein schönes Spiegelbild der Klima-Veränderungen ergibt, die von den Astronomen nachgewiesen wurden. Vor allem kann fest­gestellt werden, daß Beginn und Ende der Zwischeneiszeit ausgespro­chen mild waren, während sich in ihrem mittleren Abschnitte eine ziemlich lange anhaltende, kühle (subarktische und glaziale) Abwei­chung ausgebildet hatte. Den direkten Beweis dafür liefern die Schich­te II am Bordu mare und das mittlere Niveau des Subalyuk. Die im folgenden Abschnitte (Tata, Ponor-Ohába: Schichte L, oberes Ni­vaeu der Mussolini-Höhle, Szelim-Höhle: Horizont Ej--) neben den Arten, welche dem von neuem milden Klima entsprechen, auftreten­den, kälteangepaßten Organismen müssen als Relikt-Arten aus dem vorangehenden Abschnitte aufgefaßt werden. Des weiteren ist es über jeden Zweifel erhaben, daß die Schichte I des Bordu mare in ihrem Alter mit dem des obersten Niveaus des Subalyuk übereinstimmt und daß Tata, das sicher zu erkennende Bindeglied zwischen beiden darstellt. Aber auch für den Löß von Tata selbst erhalten wir ein sehr interessantes Bild, da es sich nämlich bei Vernachlässigung der übrigens nur unbedeutenden Rolle des „Prae-Würm' 4 herausstellt, daß seine Entstehung in die milden (subtropischen) und warmen (antiglazialen) Abschnitte der Jahre 140.500—122.600 fällt. Außer­dem kennen wir ja auch aus der Szelim-Höhle zwei verschiedene Löß-Schichten, die im Verlaufe zweier aufeinanderfolgender Perio­den mit zweifellos verschiedenem Klima stammen. Am klarsten kommt aber die Tatsache zum Ausdruck, daß die Schichtenreihe des Moustérien der Szelim-Höhle jede Klimaverände­rung des Moustérien getreu wiederspiegelt. Leider sind aber die Schichten Ei — E 5 nur sehr arm am fossilen Tierresten, so daß hier höchstens die Untersuchungen der Holzkohlenstückchen nähere Auf­schlüsse über die einzelnen Schichten geben könnten. Auf jeden Fall würde es zweckmäßig sein, die einzelnen Ablagerungen auch von dem Gesichtspunkte aus gründlichst zu untersuchen, ob irgend ein Zusammenhang zwischen ihrer Struktur und dem Klima besteht, das in der Zeit ihrer Ausbildung herrschte. Die außerordentliche Bedeu­tung des Fluß-Sandes, der die schon ins „Würm F' fallende Ab­schlußperiode des Moustérien bezeichnet, habe ich schon im Vor­stehenden ausführlich gewürdigt. An dieser Stelle will ich nur noch darauf aufmerksam machen, daß die Entstehung der Schichte D im atisgehenden Moustérien nicht nur in den Fossilien einen Beweis findet, sondern auch in ihrer stratigraphischcn Lagerung. Ein Wecb-

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