Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 34. (Budapest 1941)
Kretzoi, M.: Anchitherium aurelianense im ungarischen Miozän
XXXIV, ANNALES MUSEI NATIONALLS HUNGARICL 1941. PARS MINERAI.OGICA. GEOLOGICA ET PALAEONTOLOGICA. ANCHITHERIUM AURELTANENSE IM UNGARISCHEN MIOZÄN. Von M. KRETZOI (Budapest). (Mit 1 Textabbildung.) Über das Vorkommen von Anchüherium im Ungarischen Tertiär liegt uns eine einzige literarische Angabe vor, A. KOCH'S alte Zuzammenstellung der aus Ungarn bekannten fossilen Vertebraten. Hier (1900) zählt er Anchüherium aurelianense aus Dévényújfalu (ob. Mediterran) und Anchüherium sp. ind. von Felménes (ebenfalls ob. Mediterran) auf. Erstere Angabe stützt sich auf eine alte Angabe, letztere auf Reste, die in der Kgl. Ung. Geologischen Anstalt (M. kir. Földtani Intézet) aufbewahrt sind. Da es sich im ersten Fall um eine recht unsichere alte Angabe, im zweiten dagegen um spärliche Reste handelt, die eine nähere Bestimmung nicht ermöglichen, ist der aus helvetischem Andesittuft bei Izbég stammende Anchüherium-F und, der durch Vermittlung des Herrn Oberkustos DR. J. NOSZKY in die Sammlung der Geologisch-Paläontologischen Abteilung des Magyar Nemzeti Múzeum gelangte, für die Bestimmung der ungarischen Anchitherien von entscheidender Wichtigkeit. Meinem Freund Dr. A. TASNÄDI KUBACSKA, Leiter der Abteilung, der mir das interessante Objekt zur Bearbeitung anvertraute, sei auch hier herzlich gedankt. Beschreibung des Fundes. Material: M. N. M. P. V. 868. — Fragment des rechten Oberkiefers mit P 2 —M\ sowie den Wurzeln des M 2 . Von den Zähnen sind die zwei vorderen etwas beschädigt, die übrigen intakt. Horizont: Helvetikum (unt. Torton?) Lokalität: Izbég, 15 km NNW von Budapest, Andesittuf. Maßangaben: P 2 —P 4 59.8 mm; Einzelzähne (Länge —Breite vorne—Breite hinten): P 2 20.9—18.8—20.2 mm, P 3 20.9—?—? min, P 1 Í9.4—24.2—25.4 mm, M 1 20.1—23.6—23.1. Morphologisch ist unser Tier ein typischer Anchitheriine. mit sämtlichen wichtigen Kennzeichen dieses Equiden-Nebenastes. Des-