Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 32. (Budapest 1939)
Szilády, Z.: Gentialmerkmale der Weibchen unserer Tipula-Arten und einige Bemerkungen über unsere Tipuliden
XXXII. ANNALES MUSEI NATIONALIS HUNGARICI. 1939. PARS ZOOLOGICA. GENITALMERKMALE DER WEIBCHEN UNSERER TIPULAARTEN UND EINIGE BEMERKUNGEN ÜBER UNSERE TIPULIDEN. Von ZOLTÁN V. SZILÁDY (Budapest). (Mit einer Textfigur.) Der Genitalapparat der Männchen ist als bezeichnendes, oft sogar einziges Merkmal zur Bestimmung vieler Dipteren wohl bekannt. Dementsprechend ist daher die Unterscheidung beim anderen Geschlechte oft sehr schwierig und bei manchen Gruppen sogar unmöglich. So wurde z. B. die Bestimmung der Anthomyiden bis jetzt nur auf Grund des männlichen Geschlechtes ausgeführt und viele unserer Fliegen sind ohne die zugehörigen Männchen kaum zu bestimmen. Der Mangel unserer systematischen Kenntnisse beschränkt sich aber nicht nur auf kleinere Tiere, sondern erstreckt sich auch z. B. auf die Xipu/a-Arten, die zu den größten Formen unserer Fliegenfauna gehören und bei denen man noch immer eine Gruppe findet, deren Weibchen bis jetzt unbestimmbar erschienen. Bei der Bearbeitung unserer einheimischen (ungarischen) Tipuliden fand ich eine ganze Gruppe von Tipula-Arten, für welche RIEDEL'S wohlbekannte Arbeit, die letzte ausführliche Zerlegung der mitteleuropäischen Schnaken" bezüglich der Weibchen keine Merkmale enthält. Es sind diese die Arten der se/ene-Gruppe, welche zu der größten Abteilung, zu den Subunicolores gehören. Nach Untersuchung des vorliegenden Materiales gelang es mir, sehr auffallende Unterschiede zu finden, nach welchen die fraglichen Weibchen sehr leicht bestimmt werden können. Die Unterschiede sind oft am ganzen Hinterleibe, besonders aber an den Genitalsegmenten auffallend und erlaubten mir die Aufstellung der folgenden Tabelle. 1. Achtes Hinterleibssegment stark erweitert, wie aufgeblasen 2 — Achtes Hinterleibssegment nicht breiter als die übrigen 3 * Die paläarktischen Arten der Dipteren. Gattung Tipula L. Crefeld, 1913