Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 32. (Budapest 1939)

Szunyoghy, J.: Kritik der Artberechtigung von Spalax Labaumei (Matschie)

XXXII. ANNALES MUSEI NATIONALIS HUNGARICI. 1939. PARS ZOOLOGICA. ' • ­KRITIK DER ARTBERECHTIGUNG VON SPALAX LABAUMEI (MATSCHIE). Von JOHANN V. SZUNYOGHY. (Kecskemet, Ungarn.) Professor MÉHELY beschreibt in seinem Werke „Species Generis Spalax" im Jahre 1909 in ungarischer Sprache zwei Mesospalax-Suh­species, welche in dem Gebiete der heutigen, asiatischen Türkei vor­kommen. Die eine davon ist Spalax monticola anatolicus (aus der Gegend von Burnabad und Paradisos bei Smyrna), die andere Spalax monticola cilicicus (aus Bulghar-Maden, im cilicischen Taurus). In den drei nach dem Erscheinen des Werkes von MÉHELY verflossenen Jahrzehnten wurden aus Kleinasien eine neue Species und zwei Subspecies der Gattung Mesopalax beschrieben. So veröffentlichte PAUL MATSCHIE in den „Sitzungsberichten der Gesellschaft natur­forschender Freunde zu Berlin, Jahrgang 1919" eine neue Species, u. zw. Spalax labaumei aus der Gegend von Eskischehir (am Fluße Pursak, 230 km von Smyrna) und A. C. HINTON MARTIN beschrieb in den Ann. Mag. Nat. Hist, im Jahre 1920 unter dem Titel „Three new subspecies of Spalax monticola" zwei asiatische Subspecies: Spalax monticola corybantium aus dem Gebirge Murad-Dagh (200 km von Smyrna entfernt) und Spalax monticola captorum aus Khanghri (100 km nordöstlich von Angora). Als ich durch die Liebenswürdigkeit des Herrn Professor ÉHIK die von Herrn DR. VASVÁRI in der asiatischen Türkei gesammelten Spalax-Exemplave zur Aufarbeitung erhielt, studierte ich die Beschreibungen der oben erwähnten Blindmäuse eingehend. Je tiefer ich mich in das Studium der neuerlich beschriebenen Spalax­Arten einließ, um so interessantere Erscheinungen traten zu Tage. Leider mußte ich bei den die Species und Subspecies trennenden Merkmalen feststellen, daß diese oft sehr gering und unbedeutend sind. Andererseits ist die Auffassung der Autoren bis zu einem ge­wissen Grade verständlich, da die oben erwähnte, von allen Autoren zitierte Arbeit MÉHELY'S zeigt, daß die Unterscheidungsmerkmale oft sehr fein, fast verschwommen sind, so daß es manchmal sehr schwer ist, zu bestimmen, ob der Schädel einer Blindmaus zu einer bestimmten Species oder Subspecies gehört, oder davon abzusondern ist. Die überwiegende Mehrzahl der Gelehrten nach MÉHELY stellten

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