Pongrácz Sándor (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 31. (Budapest 1938)
Szalai, T.: Fossile Testudo-Reste aus dem Pleistozän Maltas. Gedanken über das sogenannte nordische Entstehungszentrum der Tiere
sammenhang stand. Die erwähnten Bedingungen fehlten also und doch lebte hier die Riesenschildkröte: Testudo Schaff eri. So lange also der Inselcharakter der Malta-Gruppe eventuell bereits vom Mittelpliozän bestand, war das ägäische Gebiet, vor allem die Kykladen und Sporaden Festland. Daß die Isolation zumindestens im Falle der Riesenschildkröten nicht die Erklärung der gigantischen Formen gibt, beweist auch Testudo calcarata (Abessinien, Ägyptischer Sudan, Kordofan, Senegambien, Dagana.) und Testudo pardalis (Afrika; im Norden vom Äquator bis Artu, Harrar und Bor am Nil, über Zentral- und Ost-Afrika bis nach Kapland und von da über Groß-Namaland an der Westküste bis nach Benguela 8. p. 521—522). Die Riesenschildkröten lebten in Zeitinterwall Eozän-Pleistozän auf dem sich von Britisch Ostafrika bis Szurdokpüspöki erstreckenden Gebiet. Ihre Maximalverbreitung mag im Miozän gelegen sein. Testudo Strandi von Szurdokpüspöki stammt aus dem Mittelmiozän (13), Testudo crassa von Britisch Ostafrika aus dem Lmtermiozän (2). Als die Kontinentalmassen nordwärts geschoben wurden (9), wanderten die am Mittelmeer lebenden Riesenschildkröten südwärts, beziehungsweise zogen sich auf ein beschränkteres Gebiet zurück, was das Vorkommen von Testudo calcarata und Testudo pardalis beweist. Die südwärts gerichtete Wanderung der Schildkröten erwähnt auch NOPCSA (5. p. 152). Das Südwärtsziehen der das tropische KlimaliebendenReptilien und der anderen Wirbeltiere ist durch die infolge der nördlich gerichteten Kontinentalverschiebungen eintretenden Klimaverschlechterung zu erklären (9). So stehen wir eigentlich einer logischen Täuschung gegenüber. Es waren nämlich nicht die Tiere (z. B. Dermatemys, Carettochelys, Krokodile, Pythoniden [5. p. 152]) die südwärts wanderten. Sie bewohnten auch in der Vergangenheit, so wie heute, tropische oder subtropische Gebiete. Zum Klima verhielten sich die Tiere stabil, nur das Biotop im dem sie in derVergangenheitlebten, wandertegegen Norden. Ohne nun die Angaben, welche die Nordwärtswanderung des Biotopes beweisen würden au 1 zuzählen, verweise ich auf die Karte von STAUB (9. p. 179). Nach ihm lag am Wendepunkt des Paleomesosoikums der Nordrand Europas, also Spitzbergen auf dem 45° n. B. (auf der Breite des Po's), der Südrand am 15° n. B. also in der Breite des Tsadsees. Unter solchen Bedingungen kann