Pongrácz Sándor (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 31. (Budapest 1938)
Kretzoi, M.: Die Raubtiere von Gombaszög nebst einer Übersicht der Gesamtfauna. (Ein Beitrag zur Stratigraphie des Altquartaers)
:zu liefen imstande sind. Von besonders hohem stratigraphischem Wert sind hier die Ungulaten, namentlich Proboscidier, Rhinocerotiden und.in geringerem Ausmaß die Equiden und verschiedene Artiodactylen-Gruppen. Die Proboscidier waren schon seit Alter her die wichtigsten Leitfossilien der terrestren Ablagerungen. So wurden sie in dieser Hinsicht eifrig gesammelt, was zu einer außerordentlich großen Zahl guter Daten führte, die eine zuverlässige stratigraphische Stufenfolge ergaben. Nach dieser können wir auf Grund der Proboscidier vom Oberpliocaen an folgende Faunenhorizonte beobachten: 1. Mammut borsoni mit Anancus arvernensis, vereinzelt Archidiskodon planifrons. — Faunentypus von Rousillon, Montpellier, etc. 2. Anancus arvernensis mit Archidiskodon meridionalis. — Perrier- und Valdarno-Faunen. (Villafranchien) (2a. Archidiskodon meridionalis allein. — Saint Prestien.) 5. A. meridionalis-trogontherii. — Forest Bed-Typus. 4. M. trogontherii-Palaeoloxodon antiquus. — Mauer-MosbachTypus (Chelléen) 5. M. trogontherii-primigenius-P. antiquus (moderne Phase). — Ältere Glacial-Faunen. 6. M. primigenius. — Junge Glacial- und Postglacialfaunen. Nehmen wir noch dazu, daß aus Tiergesellschaften, bzw. Ablagerungen, die älter sind als die Perrier-Valdarno-Faunen, doch jünger als die Rousilloh-Fauna, Archidiskodon planifrons nachgewiesen wurde, also eine Zwischenepoche, die vollkommen dem Red CragHorizont (wo übrigens A. planifrons tatsächlich vorkommt — 84. 1 53) entspricht, so können wir feststellen, daß diese Reihenfolge abgesehen vom einzigen, nicht so außerordentlich wichtigen Unterschied, daß sich die Perrier-Fauna von der Valdarno-Fauna hier nicht abtrennt, mit derjenigen, die auf Grund der Raubtiere gewonnen wurde, vollkommen übereinstimmt. Equiden und Rhinocerotiden zeigen (wenigstens bis jetzt) weniger Phasen. Hier liegt eine Grenze zwischen Rousillon- und PerrierValdarno, diesem und Villány, etc., dann letzterem und Mauer-Mosbach und Steinheim, etc. Die Horizontierung ist also bloß gröber, doch nicht den übrigen widersprechend. Unter den Artiodactylen sind allein die Cerviden bei einer Horizontierung verwertbar, doch auch diese mit Vorbehalt. Fühlbare Grenzen finden wir hier zwischen Rousillon und Perrier-Valdarno (scharf), diesem und Villány-Forest Bed, letzterem und PüspökfürdőGombaszög. Letztgenannte Abgrenzung, allerdings eine unscharfe,