Pongrácz Sándor (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 31. (Budapest 1938)
Kretzoi, M.: Die Raubtiere von Gombaszög nebst einer Übersicht der Gesamtfauna. (Ein Beitrag zur Stratigraphie des Altquartaers)
(83, p. 163) lieferte, wonach sich also die Stufen Red Crag-Tegelen und Villány-Püspökfürdő-Freshwater Bed ergeben. Gute Daten erhalten wir durch die Ailuriden, die in der Fauna von Ajnácskő eine größere, aber allgemein primitivere und bei BarótKöpec sowie im Red Crag eine höher evolvierte ParaiZurus-Form hinterließen (83.). Besonders wichtig für uns sind die Caniden. Die abweichende, evtl. mit den Otocyoninen in Beziehung stehende Gruppe Ruscinalopex-Sivacyon erscheint plötzlich bei Rousillon und Malusteni in einer im Zahnbau zwar typischen, aber in Unterkieferform gar nicht megamastoiden Art R. donnezani, mit relativ hohen P. Eine weitere Form mit mäßig megamastoidem Unterkiefer und niederen P ist R. sinensis von Nihowan. Auf europäischem Boden ist diese Entwicklungsstufe bisher unbekannt geblieben. Die extrem megamastoide Endform, R. megamasloides erscheint in der Auvergne. Eine abweichende Form ist Sivacyon curvipalatus. Demnach ergibt sich hier die zeitliche Reihenfolge: 1. Rousillon-Malusteni, 2. Nihowan (in Europa nicht vertreten), 3. Perrier. Echte Füchse fehlen bei Rousillon völlig, ebenso an anderen Fundstellen, wie Malusteni, oder Tegelen, Perrier, etc. Im Red Crag kommt ein noch unsicherer Fuchs vor; die älteste einen (?) echten Fuchs liefernde Lokalität ist Olivola (also Valdarno). Von dieser recht primitiven Form (V. alopecoides) scharf zu unterscheiden sind die wie auf einem Schlag in größerer Zahl erscheinenden VulpesAlopex-Arten der Villányer Gegend, Püspökfürdő, Gombaszög, etc., ebensowie Chou-k'ou-tien, Chikoushan und der ZDANSKY'schen altquartaeren Lokalitäten, die durch ihr recht modernes Aussehen auffallen. Hier sind also die Grenzen zwischen Perrier und Valdarno, sowie Valdarno und dem Villány-Typus zu stellen. Die ersten vereinzelten Spuren von Wölfen lieferte in Europa Barót-Köpec, einen kleinen Waldwolf. Eine ähnliche, aber kleinere lieferte Nihowan in Begleitung zweier höher entwickelten Formen. Aus Perrier-Faunen sind Wölfe nicht bekannt. Dagegen erscheinen sie im Valdarno auf einmal in mehreren primitiven Formen, unter denen aber schon Steppenformen, und zwar von stattlicher Größe, vorkommen. In der Villány-Püspökfürdő-Gombaszög-etc.-Stufe sind die Wölfe im allgemeinen durch eine größere und eine kleinere Form vertreten, die ihrem Gesamtaussehen nach auffallend hoch spezialisiert sind, doch ohne den Anschein einer direkten Abstammung von den Valdarno-Formen zu erwecken. Ebendiese Formen kennen wir aus Brassó, Mauer, Mosbach, etc. Die Faunengrenzen