Pongrácz Sándor (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 31. (Budapest 1938)
Kretzoi, M.: Die Raubtiere von Gombaszög nebst einer Übersicht der Gesamtfauna. (Ein Beitrag zur Stratigraphie des Altquartaers)
Alles zusammenfassend können wir U. gombaszögensis als ein etwas höher spezialisiertes Glied des nicht plionarctinen (d. h. nicht zu „ferox" = „horribilis" = priscus führenden) phyletischen stammzweiges des etruscus ansehen, der zwar individuelle Varianten plionarctinen Charakters vereinzelt aufweist, doch im allgemeinen Tendenz gegen U. savini und einigermaßen U . deningeri erkennen laßt. Zum Schluß möchte ich eines proximalen Teiles von einem Os penis von U. gombaszögensis Erwähnung machen (Taf. III. Fig. 26). der in seiner Form von Spelaearctos (Taf. III. Fig. 27) grundverschieden, dagegen dem entprechenden Knochen des Ursus arctos außerordentlich ähnlich ist. Aus dieser Tatsache kann aber natürlich noch weit nicht auf eine besonders nahe Verwandtschaft zwischen arctos und gombaszögensis geschlossen werden; erst müßten wir noch Penisknochen von U. priscus und besonders von deningeri und süßenbornensis kennen, um ein richtiges Urteil zu fällen können. IV. GEOLOGISCHES ALTER DER FAUNA UND KRITISCHE BEMERKUNGEN ZUR REVISION DER HORIZONTIERUNG DES JUNGPLIOCAENS UND ALTQUARTAERS. Unsere Tertiaerstratigraphie beruht auf der Geschichte der marinen Ablagerungen der Thetys und Parathetys auf französichem Boden, ergänzt mit den Daten des Wiener Beckens. Dementsprechend fußt die Parallelisierung der Ablagerungen auf festem Boden, bis eine genügende Kontinuität zwischen den verschiedenen Meerablagerungen bestand: wo diese abgeschnitten ist, dort versagt auch unser stratigraphischer Grundplan. So ist es leicht zu begreifen, warum die Ablagerungen größter Transgression auch zwischen sehr weit entfernten Gebieten ohne Schwierigkeiten parallelisiert werden können, wie z. B. im Torton; wogegen diese Methode bei den stärkeren Regressionsphasen immer mehr-weniger stolpert (z. B. beim Parallelisieren der Aquitan-Ablagerungen), endlich nach dem Zerfallen der Parathetys in einzelne, von einander vollkommen getrennte, verchieden große und demnach in verschiedenem Tempo ihren marinen Charakter verlierende Binnenseen total versagt. In diesem Stadium muß die Säugetierpalaeontologie eingreifen, dessen eurytope Landformen mit großem Ausbreitungsgebiet und sehr raschem Ausbreitungstempo dazu äußerst gut geeignet sind, die untereinander auf malakologischer Grundlage nicht palallelisier-