Pongrácz Sándor (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 31. (Budapest 1938)

Kretzoi, M.: Die Raubtiere von Gombaszög nebst einer Übersicht der Gesamtfauna. (Ein Beitrag zur Stratigraphie des Altquartaers)

Felinae, g. et sp. indet. Material: Ein proximales Ulnastiick und ein Calcaneus. Das mir zur Verfügung stehende recht dürftige Material taugt nicht zur näheren Bestimmung der vorliegenden Katzenform. Es genügt bloß zur Feststellung, daß eine Felinen-Form vorliegt, die an Größe die Felis siluestris-Gvujype zwar weit übertrifft, doch dem Luchs in dieser Hinsicht noch beträchtlich nachsteht. Ein Vergleich mit HELBING'S Felis (Catolynx) chaus aus dem Untertürkheimer Travertin (29, p. 443) bringt ebenfalls keine Entscheidung in dieser Frage, so daß von einer Bestimmung dieser Reste abgesehen werden muß. Es ist allerdings interessant, daß nicht bloß Gombaszög eine solche Katzenform lieferte; auch KORMOS lagen vom Villányer Kalk­berg (26) einige kümmerliche Reste einer Katze vor, „welche bedeu­tend kleiner als Linx lynx, aber größer als Felis siluestris gewesen sein mußte." 2. Machairodontidae WOODWARD. Vor 10 Jahren entwarf ich (28, p. 1293) eine Klassifikation derFe­loiclea (= Aeluroidea), die auf Grund neuer Ergebnisse an mehreren Stellen einer Revision bedarf. Unter den dort angenommenen Fami­lien können Nimravidae, Machairodontidae, Megantereontidae und Felidae beibehalten werden, während die dort als Ailuromachairo­dontidae angeführte Gruppe als Subfamilie den Machairodontidae untergestellt werden kann, doch unter dem Namen Pseudaelurinae n. nom. 5 5 1838 beschrieb LARTET aus Sansan einen Unterkieferast eines katzenartigen Tieres als Felis hyaenoides. Vier Jahre später wurden von BLAINVILLE ein hei­nahe vollständiger und ein stark beschädigter Schädel eines hochspezialisierten Machairodontiden aus Sansan als Felis quadridentata (30. p. 155—157. PI. 15), sowie ein Unterkieferstück eines ebenfalls hochspezialisierten (möglicherweise mit ersterer Form identischen) Machairodontiden derselben Lokalität als Felis palmi­dens (30. p. 157—160. PI. 17.) beschrieben und allgebildet. Nach der Beschreibung seiner Felis quadridentata bemerkt er aber (30, p. 156) daß der LARTET'sehe Felis hyaenoides-Vnterkiciev (den er übrigens unter dem Namen F. tetraodon anführt) eventuell zu F. quadridentata gestellt werden könnte. Einige Jahre nachher stellt GERVAIS (31, p. 213—232) die BLAiNViLLE'sche F. palmidens zu Machairodus (51, p. 231) und errichtet für F. quadridentata BLATNVILLE die neue Gattung Pseudaelurus (31, p. 232). Nach diesem Stadium erfolgte FILHOL'S nomenclatorisch vollkommen falsche Revision (32), in der er den Irrtum begeht, den Namen Pseudaelurus quadridenta-

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