Pongrácz Sándor (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 31. (Budapest 1938)

Kretzoi, M.: Die Raubtiere von Gombaszög nebst einer Übersicht der Gesamtfauna. (Ein Beitrag zur Stratigraphie des Altquartaers)

Von großer Wichtigkeit ist dagegen Leo ? palaeosinensis (ZDANSKY) des chinesischen Altpleistocaens oder Jungpliocaens (19, p. 141). In seinen Abmessungen steht der Chinesische Schädel in der Mitte zwischen weiblichen und männlichen Stücken der Gombaszöger Form, dimensionell stimmen sie also zeimlich gut überein. Morphologisch weichen sie aber besonders im Bezug auf Spezialisationshöhe beträchtlich ab. So finden wir bei L. palaeosi­nensis einen bedeutend stärker reduzierten P 3 , ganz modernen P* mit starkem Paracon, mehr reduzierten, nicht so vorne stehenden Deuterocon, etc. Von einer Übereinstimmung kann also schwerlich gesprochen werden. Zuletzt sei „Felis" aroernensis (CROIZET et JOBERT) zum Ver­gleich herangezogen. In seinen Abmessungen stimmt unsere Form so mit dem Typus aus der Montagne Perrier (20, p. 202), wie mit Exemplaren aus dem Valdarno ziemlich gut überein. Dagegen sind morphologisch einige nicht unwesentliche Unterschiede zu vermer­ken. Dem CROIZET und JoBERTschen Typus gegenüber ist beson­ders die bedeutend vorgeschrittenere Reduktion des kürzeren und weniger erhöhten P 3 , sowie der beträchtlich kürzere und massivere M 1 besonders hervorzuheben. Der Valdarnischen Form gegenüber, von der auch einige Schädel bekannt sind, so daß auch die obere Zahnreihe vergleichbar ist, kann ich als übereinstimmendes Merk­mal die annähernd gleiche Reduktionsstufe des P 3 , ähnliche Aus­bildung des P 3-Vorderteiles erwähnen, besonders aber die vollkommen übereinstimmende Ausbildungsform und Entwicklungshöhe des P 4 ., wogegen die Abweichungen ziemlich unwesentlich zu sein scheinen^ zumeist nur dimensionellen Charakters. Schon aus obigem Vergleich geht es hervor, daß der typische Perrier-Löwe mit der Valdarno-Form nicht ohne weiteres überein­stimmt, was besonders der bedeutend weniger reduzierte P 3 und noch primitive, in die Länge ausgezogene M 1 zur genüge beweisen. Unter solchen Umständen halte ich es für besser, die von del CAMPANA eingehender untersuchte (31) Valdarno-Form als Leo? cf. gomba­i-zögensis n. sp. vom Leo?aroernensis (CROIZET et JOBERT) als etwas höher spezialisiertes Glied desselben phyletischen Stammes abzu­trennen. Demnach hätten wir aus dem Altpleistocaen phyletisch (und auch chronologisch) aufeinanderfolgende Glieder einer der Bezah­nung nach von Leo etwas abweichenden Gruppe vor uns, deren generische Zugehörigkeit zu Leo nach den von DEL CAMPANA ge­wonnenen Resultaten im Bezug auf die Ausbildung der Nasalia als

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