Moesz Gusztáv - Soós Lajos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 28. (Budapest 1934)

Kubacska, A.: Pathologische Untersuchungen an ungarländischen Versteinerungen. IV. Erkrankungen der Wirbelsäule des Ursus spelaeus Rosenm.

Spongiosa des Wirbelkbrpers zuriick (Osteitis). Beispiele: No. 11-­15, 17, 22. Ein weiterer schwerer Fall ist die Spondylitis deformans (de­finiert bei BATJDOUIN) und die totale oder partielle Ankylose, wo teils aus der Verknbcherung der Fascien und Ligamente (Exos­tosis ligamentosa) miichtige Knochenneubildungen entstehen, teils hypertrophische Knochengewebewucherungen auftreten. Fiir eine Verknocherung der Ligamente spricht (MAYER, BAUDOUIN) das ganze Aussehen der kranial oder ventral ziehenden, mehrere cm langen, manchmal ganz schlanken, bandfbrmigen Knochenneubildungen. (Siehe No 30. Taf. XIV, Fig. 6). Die ntihere Struktur der Knochen­neubildungen zeigt deutlich die Richtung der Ligamente, Fascien. sogar die feineren strukturellen Details. Ein Teil dieser partiellen Liga­mentalverknbcherungen kann als Begleitsverknbcherung von Perio­stitis betrachtet werden. Am haufigsten kommen sie an den ventra­len Flachen der Riicken- und Lumbalwirbelkbrper vor, wo sie grbO­tenteils infolge der V erknbcherung des Lig. longitudinalis ventralc zustande kamen. Etwas seltener sind sie an der lateralen Seite des Wirbelkbrpers, unterhalb der Gelenkung der Rippen oder an der Wurzel des Proc. transversarius. Wie es aber aus den Funden der Igric llohle hervorgeht, kommen sie auch am Corpus der Hals­wirbel vor (No 30, 31. 32). An den Halswirbeln sind iibrigens die Ankylosen etwas seltener 3 und blos kennen wir einen einzigen Fall, dafi der letzte Lumbalwirbel mit dem Kreuzbein ankylosierte (PALES 3, pag. 35, Fig. 1). Das Material der vier, am eingehendsten bekannten Fundorte (Grotte de la Groffontaine bei Liittich in Belgien, Grotta di Equi in Italien, Mixnitz Hbhie in CJsterreich und Igric Hohle in Ungarn) bieten und eine lange Reihe von beginnenden, partiellen oder totaler knbchernen Ankylosen der Hals-, Riicken- und Lumbal­wirbel in zahlreichen tlbergangen und Varianlen dar. An Hand der Ankylose konnen wir auch eine andere Gruppe der Wirbelsauleerkrankungen erwiihneii: die Verkriimmungen der Wirbelsiiule. Aus der Igric Hohle liegen mehrere Falle von Kyphose und Skoliose des Hohlenbiiren und des Hbhlenlowen vor. (Falle No. 37, 49, 50 siehe Taf. XVI, Fig. 3). Spuren von Ostitis, Osteomyeiitis und Osteoporosis sind an den Wirbeln des Hbhlenbaren ebenfalls bekannt. Einen osteomyelitischen 3 SCHMERLING—MAYER liaben Ankylose des zweiten nnd dritten Halswirbels des Hohlenbaren, PIERAGNOI.I und Verfasser dieser Zeilen haben weitere Falle beschrieben.

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