Moesz Gusztáv - Soós Lajos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 28. (Budapest 1934)

Kubacska, A.: Pathologische Untersuchungen an ungarländischen Versteinerungen. IV. Erkrankungen der Wirbelsäule des Ursus spelaeus Rosenm.

sind von machtigen warzenartigen Osteophytenauflagerungen iiber­lagert. 3. Glossen zur Literatur der Palaeopathologie der Wirbelsaule. Es ist klar, daB jene Erkrankungen der Knochen und Gelenke. die wir auf Grund der obigen Falle studiert haben und die bishei einfach als rheumatische Beschwerden bezeichnet wurden, eine lange Reihe von Krankheiten darstellen, obzwar es bisher nur bei einigen gelang, die eigentliche Krankheit vollig oder nahezu zu er­kennen. Von diesen Erkrankungen der Wirbelsaule interessieren uns hier aussliefilich diejenigen, die mit den Worten BREUERS „auch auf die harten knochernen Teile iibergegriffen sind und dort deutlich er­kennbare Spuren hinterlassen haben" (9). Aber selbst diese Knochen­und Gelenkveranderungen sind sehr schwer aus einem einheitlicheu Gesichtspunkt zu beurteilen, da selbst bei den rezenten Tieren nur ein gemeinsames Symptom gibt. auf dessen Grunde alle zusam­mengefaBt werden kbnnen, und dies ist der rheumatische Schmerz. Die Literatur befafit sich mit den Wirbelsaulenerkrankun­gen der fossilen Tiere seit iiber einem jahrhundert. F. WALTHER beschrieb schon im Jahre 1825 Wirbel des Ilohlenbaren mit Anky­lose und Spuren von Osteoarthritis (4). SCHMERLING gab iin Jahre 1835 eine bis heute uniibertrolfene Beschreibung der spondylitischen Erkrankungen der Hohlenbaren-W irbel, iiber die wir selbst beute nichts mehr aussagen konnen. Er stellte unter anderen auch fest, daB laut seiner Fimde (aus der Grotte de la Groffontaine bei Liittich) schon im Plistozan Krankheiten vorhanden waren, die man auf die Ein­wirkung der Civilisation zuriickfiihrte (1). OWEN beobachtete im Jahre 1846 am Lendenwirbel des Hbhlenbaren der Kent's Hole Ca­vern „extensive exostosis" (Spondylitis deformans, 18 pag. 104). Neun Jahre spater arbeitete C. MAYER das Material von WALTHER und SCHMERLING neu durch, samt einige neue Funde (5). MAYER er­kliirte die Ankylose folgenderweise: „Auch diese Ankylosis des 2. und 3. Halswirbels ist durch Verknocherung der Fascia longitudi­nalis und des Zwischen-Wirbel-Ligaments zu Standen gekommen". In den Jahren 1858—71 erschien die Arbeit CORNALIA'S, der Exosto­sen des Hohlenbaren aus der Grotta di Laglio beobachtete (27). Nach­her erwahnt ahnliche Falle J. KOVACS aus ungarlandischen Hohlen (40). Dann haben im Jahre 1870 und 1895 R. VIRCHOW (6), 1909

Next

/
Thumbnails
Contents