Csiki Ernő (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 25. (Budapest 1928)

Gerschik, E.: Morphologische Studien an der Zunge einiger Tagraubvögel aus den Gattungen Accipiter, Buteo und Circus

im Bindegewebe des Mundbodens in der Gegend des hinteren Randes des M. mylohyoideus. Die beiden zuletzt genannten Äste entsprechen dem M. geniohyoideus, der innerste Ast ist der M. genioglossus. Diese beiden Muskeln bei den Vögeln erst von KALMUS (1905) richtig erkannt, scheinen weit verbreitet zu sein. Ich (1922) fand dieselben bei Plegadis. Soweit bisher bekannt, wurde der Geniohyoideus nicht so weit nach hinten reichend gefunden, wie hier beim Habicht. Bei Plegadis fand ich ihn im Bindegewebe über den Zungenkern hinaus verschwinden. Nach KALLIUS verschwindet er bei der Ente schon vorn im Mundboden­gewebe, beim Haussperling reicht er bis in die Gegend des Ansatzes der Zungenbeinhörner, beim Wellensittich erreicht er den seitlichen Rand des vorderen Teiles des Zungenkerns. Beide Muskeln sind Vorwärtszieher der Zunge. 8. Musculus ceratoglossus (Textfig 4). Entspringt nach vorn vom M. ceratohyoideus von aussen, und weiter oralwärts auch von innen am I. Gliede der Zungenbeinhörner, letzteres fast umgreifend und inseriert auf der unteren Seite des knöchernen Teiles der Kernspangen mit einer Sehne, gewöhnlich auf einem Höckerchen. Im vorderen Drittel des I. Gliedes setzt er sich oft mit Fasern an diesen Knochenstab an. Bei den Weihen entspringt dieser Muskel mit beiden Abteilungen von der Aussenseite des I. Gliedes. Wenn diese Muskeln beiderseits zu gleicher Zeit in Aktion treten, ziehen sie die Zunge abwärts, einseitig wirkend, ziehen sie dieselbe seitwärts. 9. Musculus eric ohy oide us (Textfig. 1). Umfasst ventral das Cricoid und inseriert auf der Oberfläche des Zungenbeinkörpers in den dafür bestimmten Gruben, in der hinteren Hälfte. Nur bei beiden Weihen fand ich den Muskel höher hinauf bis zum Vorderrand des Körpers inserierend. Die ihn deckende bindegewebige Fascie umspannt auch den Stiel von unten. Einige Fasern dieses Muskels ziehen auch unter die hinteren Lappen des Kehlkopfhügels. Neben dem Stiel (Urohyale) steigt beiderseits ein feines Muskelbändchen zum Zungenbeinkörper, welches sich an seiner unteren Fläche festsetzt. Zieht den Kehlkopf gegen die Zunge und letztere rückwärts. 10. Musculus sternotrachealis (Textfig. 3 u. 4). An den Seiten der Luftröhre zieht dieser Muskel hin und inseriert neben vorigem. Zwischen den Muskeln der beiden Seiten ist eine dünne Fascie mit längs­verlaufenden Muskelfasern ausgespannt. 11. Musculus hypoglossus o b I i q u u s (Textfig. 4). Spannt sich zwischen den hinteren Flügeln des Zungenkernes aus und umfasst die sattelförmig gestaltete Unterfläche des Zungenbeinkörpers. Eine Raphe

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