Csiki Ernő (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 25. (Budapest 1928)

Gerschik, E.: Morphologische Studien an der Zunge einiger Tagraubvögel aus den Gattungen Accipiter, Buteo und Circus

Schlund zu leiten, wobei auch der Kehlkopfeingang geschützt wird. Dies ist meiner Ansicht nach darum notwendig, weil nach den Untersuchungen SLEFERT'S (1896) die Vögel den Kehlspalt nie ganz schliessen können. Beim Habicht ist auch vor dein Kehlspalt (und bei den anderen auch, wenn auch weniger deutlich) ein dreieckiges Hügelchen mit einer grösseren Drüsenöffnung auf der Spitze (Textfig. 1), gleichsam zum Schutz, sichtbar. Die Rinne in der Mitte des Rückens ist meist ebenfalls gerieft, oft aber glatt, nur mit einigen Längsstreifen versehen. Da junge, noch am Horstrande hockende Mäusebussarde in der Rinne eine derartige Riefenbildung noch nicht aufwiesen, scheint die Ausbildung dieser Struktur erst bei ganz erwachsenen Vögeln einzusetzen. Die Wälle zwischen den Rillen sind als mechanische lamellenförmige Zungenpapillen zu betrachten. Ihr eigentlicher Verlauf ist auf der Ober­fläche der Zunge schwer zu studieren, weil die Fäden, wie erwähnt, ein dichtes Filzwerk bilden. Erst nach Abziehen des Epithels erscheint deutlich das Lamellensystem, entsprechend den bindegewebigen Scheidewänden (Grundstöcke der Papillen). So zeigte dieses System nach Abziehen des Epithels beim Habicht folgende Anordnung. Hinten beginnen die Lamellen aus jederseits 2 Wirtein auszustrahlen, aus welchen längsverlaufende, gegen die Zungenspitze sich etwas nähernde Lamellen entspringen. Von diesen Lamellen zweigen sich dann Ästen gleich, kürzere Lamellen ab, welche teils nach dem Aussenrande der Zunge, teils nach der Rinne in der Mitte ziehen. Es ist dieser Riefenstruktur auch eine kapillare Wirkung nicht abzusprechen, wovon man sich durch Beträufelung der Zunge mit Flüssig­keiten überzeugen kann. Die Gegend der Zungenflügel bleibt von der Riefenbildung verschont, die Oberfläche ist hier glatt und wird nur durch Drüsenölfnungen durch­brochen. Solche Öifnungen kommen auch unter dem Zungenrand seitlich vor, wie wir im Abschnitt über die Drüssen näher sehen werden; sonst besitzt die Zunge keine anderen Drüsenöffnungen. Die riefenfreie Partie vor den Zährichen wird manchmal durch längsverlaufende Streifen (ver­horntes Epithel) durchzogen, welche sich beim Adlerbussard teilweise zu feinen Hornzähnchen umwandeln können. Daher ist die Zunge dieses Bussards eigentlich mehrreihig gezähnt. Das verhornte Epithel der Zunge, welches besonders stark auf den Hornzähnchen in Erscheinung tritt, schmiegt sich auf der Unterfläche der Zunge als Hornplättehen den beiden Knorpelplatten eng an. Diese Knor­pelplatten werden gegen die Zungenspitze immer dünner und sind in der vorderen Bucht nicht mehr vorhanden. Hier stösst das verhornte Epithel der Ober- und der Unterfläche zusammen.

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