Csiki Ernő (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 25. (Budapest 1928)

Gerschik, E.: Morphologische Studien an der Zunge einiger Tagraubvögel aus den Gattungen Accipiter, Buteo und Circus

sie die aus dem Mundboden herausgeschnittene Zunge darbietet. Das Zungenbein war bei allen Formen unversehrt vorhanden und konnte eingehend behandelt werden. Der Gang der Untersuchung war folgender. Zuerst wurde die Zunge äusserlich einer genauen Betrachtung unterzogen, auf Drüsenöffnungen geachtet, dann wurde nach entfernen des Epithels und Bindegewebes die Lage der Muskeln untersucht im Zusammenhang mit den sie versorgenden Kopfnerven. Zuletzt wurde das Gerüst freigelegt. In der folgenden Darstellung ist diese Reihenfolge nur soweit geändert, als das Gerüst zum besseren Verständnis der Muskelinsertionen vor der Muskulatur behandelt wird. Äussere Gestalt und Struktur der Zunge. Die Zunge aller dieser Vögel ist einer länglichen Schaufel ähnlich, die Spitze abgerundet, hinten der Rücken zwischen den 2 Flügeln eingebuchtet und mit einer Reihe Zähnchen versehen. Die Flügel tragen einen grösseren Hornzahn auf ihrem Ende, neben welchem seitlich nach aussen noch einige kleinere Zähnchen vorhanden sind. Selbst unter dem grossen Zahn sind Zähnchen zu finden. Auf der Unterfläche ist die Zunge abgerundet und trägt in der vorderen Hälfte 2 seitlich gelegene Knorpelplatten, die nach oben etwas gebogen, je nach der Kontraktion die Zunge fast sogar zu einer Röhre falten können und so wesentlich zu ihrer Gestalt beitragen. An im Alkohol aufbewahrten Material krümmen sich diese Platten oft sehr stark, so dass man die verschiedensten Formen findet. Sonderbarer­weise fand ich diese Platten bei keinem Autor erwähnt. Seitlich befindet sich an diesen Zungen eine Einbuchtung, welche sich bald näher dem Hintorrande (Accipiter, Buteo, Textfig. 1 u. 2), bald näher der Spitze (Circus) befindet. Den längsten Zungenkörper besitzt Buteo ferox, dann folgen Buteo buteo, Buteo lagopus und Accipiter gentilis gallinarum mit fast gleichlangen Zungenkörpern, dann Circus aeruginosus, macrourus, Accipiter etorques und nisus. Die breiteste Stelle ist bei allen die Gegend der Zungenflügel, sie nimmt gegen die Spitze ab. Bei Habicht (Textfig. 1), Mäuse- und Rauhfussbussard, Weihen ist die Spitze breiter, beim Adlerbussard (Textfig. 2), Sperber und etorques spitzer. Die Spitze ist gewöhnlich etwas eingekerbt. Auf der Oberfläche finden wir zu beiden Seiten je einen Wulst, welcher verschieden lang nach hinten reicht und nach Art der Metall­feilen gerieft ist. An diesen von hinten innen, nach vorn aussen strei­chenden Rillenwällen kann man auf der Oberfläche einen moosartigen Filz von Hornfädchen bemerken, wodurch das Ganze zu einem wahren Raspelapparat gestempelt wird und hei der Nahrungsaufnahme dieser

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