Csiki Ernő (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 25. (Budapest 1928)

Pongrácz, S.: Die fossilen Insekten von Ungarn, mit besonderer Berücksichtigung der Entwicklung der europäischen Insekten-Fauna

Massangaben: Vorderflügellänge: 36 Breite desselben: 5 ml m . Das Tier dürfte mit gespreizten Flügel 75—76 % messen. Eigentum der königl. Ung. Geol. Anstalt zu Budapest. Ich hielt dieses Fossil auf Grund der Beschreibung von HEER anfangs für 0. nigrofasciolata. Nach dem Vergleich desselben mit der wiener Type konnte ich mich aber überzeugen, dass es sich hier um zwei Arten han­delt, die auseinandergehalten werden müssen. Schon aus der Flügelform ist der abweichende Charakter dieser Art leicht zu entnehmen. Während die Oedipoden ziemlich breite Flügel besitzen, kommt dieser Art ein schmaler Flügeltypus zu. Es ist auch eine grössere Zahl der Rs vorhanden, wie dies bei den Pardalophoren zu bemerken ist, und wenn wir noch in Betracht nehmen, dass diese Art auch im Verlauf und in der Gestaltung des Cu viel Gemeinsames mit Pardalophora hat, und dass auch die Anordnung der Flecke derjenigen dieser amerikanischen Gattung entspricht, so glaube ich keinen Fehler zu begehen, wenn ich dieses Fossil dieser Gattung zustelle. Freilich sind die Merkmale desselben von der der Pardalophora in Vielem abweichend, dieser Umstand ist aber erklärlich, wenn wir die grossen Zeiträume zwischen dem Erscheinen beider Gruppen in Betracht nehmen, und wenn wir ferner betrachten, dass so verschiedene Terraine, wie die europäischen Steppen und die sanftwelligen Hügelländer und Prairies von Texas seit Jahrtausenden auf die Organisation dieser Tiere wohl umgestaltend wirken vermochten. Es ist nun fraglich, in welcher Weise diese grossen Verän­derungen vor sich gangen. Betrachten wir die rezenten Vertreter der Par­dalophoren, so fällt uns die beschränkte Verbreitung und die kleinere Arten­zahl derselben im Vergleich zu den Oedipoden auf, die sowohl in Nordame­rika, wie in Eurasien überaus weit verbreitet und durch zahlreiche Arten ver­treten sind. Somit könnte man naturgemäss annehmen, dass wir nichl in den Oedipoden, sondern vielmehr in der Gattung Pardalophora den älteren Typus betrachten müssen, der auch somit ältere Merkmale aufzu­weisen hat. Als solche sind einerseits die Aderung, andererseits die Flügelzeichnung zu betrachten. Vergleichen wir nun die Nervatur der Oedipoden und der Parda­lophora hungarica, so finden wir in der Bildung des Cu gewisse Unter­schiede. Während den rezenten Oedipoden eine Verkürzung der Gabel des Cu zukommt, die dadurch erreicht wird, dass der Ast von Cui sich immer mehr verlängert, ist bei Pardalophora hungarica Cut noch kurz, dafür die Gabel desselben ausserordentlich geräumig, so dass infolgedessen die Abzweigung des oberen Astes aus dem Cut nicht in die distale Hälfte des Flügels — wie dies bei den Oedipoden der Fall ist — sondern in

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