Csiki Ernő (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 25. (Budapest 1928)
Pongrácz, S.: Die fossilen Insekten von Ungarn, mit besonderer Berücksichtigung der Entwicklung der europäischen Insekten-Fauna
Beschreibung folgt auf Grund des linken und rechten, deutlich erhaltenen Oberilügels. Diese Art steht sowohl an Grösse, als Aderung dem D. albifronsF. ausserordentlich nahe, gewisse Abweichungen in der Fleckenbildung und in der Aderung führten mich jedoch nicht nur zur Anschauung, dass beide Arten streng auseinander zu halten sind, sondern auch dazu, dass auf Grund gewisser Merkmale diese Art vorläufig als selbständige Gattung abgetrennt werden müsse. Oberflügel lang, schmal, apikal viel mehr abgerundet, nicht schief abgeschnitten, wie bei D. albifrons, und ohne winkeligen basalen Vorderrand. C mehr geschwungen, wie bei Decticus, endigt vor der Mitte des Flügels, mehr als 5 schiefe Adern bildend. Costalfeld basal ziemlich verbreitert. Zwischen G und Sc befinden sich 7—10 schiefe Adern, unterhalb des C deren 5—7. Sc zieht sanft geschwungen mit Ii parallel bis zur Spitze, zwischen beiden eine grössere Anzahl von Qu. M wie bei Decticus albifrons, aber viel weniger geschwungen, demzufolge basal dem Cu nicht so nahe angerückt, wie bei D. albifrons. Hauptast gegabelt, mit 3 schiefen Ästchen, von denen der erste ungefähr in der Mitte des Hauptastes entspringt. Cu fast gerade und sendet 5 Fahnenadern zum Hinterrand ; basal mit A durch 3—4 Qu verbunden. Überhaupt mit sehr wenigen Queradern, so wie dies auch bei Decticus der Fall ist. Die Anordnung der Flecke ist von der der rezenten Arten des Decticus ganz abweichend. Die Flecke sind mehr auf die Randpartie des Flügels gerückt, während die Mitte des mediocubitalen Feldes ungefleckt bleibt. An dem Vorderrande des Flügels sind 7 Flecke zu entnehmen, von denen der erste nahe der Basis mit dem Hinterrandfleck sich zu einem Querband ordnet, und eine Tendenz hierfür zeigen auch die drei letzteren Flecke. Hinterrand gleichfalls mit unregelmässigen, aber kleineren Fleckchen besät, von denen der letzte sich mit dem verlängerten Vorderrandfleck an dem einen Flügelrest querbandförmig anordnet. Beine nur schlecht erhalten, Oberfläche des Schenkels mit unregelmässigen Makeln bestreut, von denen die dem Sprungorgan angerückte ringförmig gebildet zu sein scheint. Vorliegende Art betrachte ich als Vorläufer der Gattung Decticus.