Csiki Ernő (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 25. (Budapest 1928)
Pongrácz, S.: Die fossilen Insekten von Ungarn, mit besonderer Berücksichtigung der Entwicklung der europäischen Insekten-Fauna
Während die Breite von C. aenea mit geöffneten Flügel 75—78% beträgt, so lässt C. platyptera auf eine Spannweite von höchstens 67 — 68%, schliessen. Umso mehr stimmt die besprochene Art mit Somatochlora alpestris überein,* wofür auch die Beschaffung der Flügel spricht. An beiden sind nämlich zwischen N und Pt 6—7 Queradern vorhanden, während bei Cordulia aenea 9—10. Die Zahl der Qu ist hier von systematischer Bedeutung. Nachdem auch der Verlauf der Adern bei diesen zwei Arten identisch, und auch die Zahl der Qu dieselbe ist, so sehe ich durchaus keinen Grund dafür, dieses Fossil zu einer selbständigen Art zu erheben. Farn. : Libellulidae WESTW. Protopaltothemis Hageni n. g. et n. sp. (Fig. 13, 14). Libellula Hageni HEEK in litt. Libellula Freyeri HEBE in litt. F o s s i 1 i s at i o n s z u s t a n d : 3 Abdrücke männlicher Flügel, von denen der eine mit Ausnahme des zerstörten Apex, fast vollständig" erhalten ist. Horizont: Unt. Miozän, Altere Mediterran-Stufe. Fundort: Radoboj, Kroatien. Massang a b e : 1 Ii nteillü gel länge : 44 %. Basale Hinteril ügelbreite: 17 %• Vermutliche Länge des Vorderflügels dürfte 49 % betragen haben. Vermutliche Spannweite der Flügel 90—96 %. Eigentum der Geologischen Bundesanstalt zu Wien. HEER bezeichnete diese Art, wie aus der Ausbeute der wiener geologischen Bundesanstalt ersichtlich, mit dein Namen Libellula Hageni und Freyeri, lünferliess aber keine Beschreibung. Schon aus oberflächlicher Betrachtung dieses Fossils erhellt zur Genüge, dass es sich hier um eine Gattung handle, die von allen rezenten und tertiären europäischen G a ttungen abweicht. Die dorsal ausserordentlich verbreiterten und apikalwärts ziemlich gespitzten Flügel verraten uns unverkennbar das Gepräge älterer Libellenformen, die in dem Tertiär wahrscheinlich noch ein grösseres VerbreitungsAreal eroberten, aber später durch die jüngeren autblühenden Formen der Aeschniden und Libelluliden allmählig verdrängt wurden und sich gegenwärtig mit Ausnahme von Europa, fast in allen Weltteilen in ziemlich wenigen Arten, jedoch ausserordentlich zerstreut gerettet hatten. Vier Gattungen sind es, zu denen diese Art nach oberflächlicher Betrachtung zugerechnet werden könnte, u. zw. Tauriphila, Pseudomacromia ,