Csiki Ernő (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 25. (Budapest 1928)

Pongrácz, S.: Die fossilen Insekten von Ungarn, mit besonderer Berücksichtigung der Entwicklung der europäischen Insekten-Fauna

Anstalt sind und 1 sich in der Mineralogischen Sammlung des Ung. Nat. Museums befindet. HEER beschrieb vier, einander sehr ähnliche Arten, bei denen der Verlauf der Sc fast derselbe ist : T. pristinus, obscurus, debilis und pusillus. Die mir vorliegenden Reste sind ohne Schwierigkeit mit T. pristinus zu identifizieren. Fossilisationszustand: Fünf Abdrücke in ventraler Lage mit übereinandergefalteten Flügeln; Beine deutlich erhalten, ebenso auch das Geäder. Horizont u. Fundort: Unteres Miozän, Ältere Mediterran-Stufe. Schiefermergel, Radoboj, Kroatien. Massangaben: Länge des Vorderflügels: 20—23%. Breite der Flügel: 8%. Körperlänge: 12%. Abdominalbreite: 7—8 %. Vermutliche Breite mit gespreizten Flügel: 46—47 %. HEER dachte dieses Fossil in die Nähe von T. dirus zu stellen, die aber viel längere und schmälere Flügel besitzt, wie T.pristinus. Vielmehr Ähnlichkeit hat diese Art mit T. malayanus HAV., die auch in Form und Grösse der Flügel, weiterhin im Verlauf der Nervatur mil jener Art in gewisser Beziehung übereinstimmen zu scheint. (Vergl. Fig. 9 a.) Der der Sc sehr nahe angerückte R ist sehr einfach, ohne Sektoren, nur am Ende gegabelt, M hat dieselbe Verzweigung, wie bei T. dims, der letzte Ast derselben trifft R fast in der Mitte der Flügellänge und ist sehr weit nach vorne gerückt. Hauptstamm des Cu ist gegabelt, mit 6—7 Ästen, die miteinander parallel zu dem hinteren Flügelrand gerichtet sind. III. PHYLOGENETISCHES ÜBER DIE TERMITEN. Schon aus den tiefgreifenden Erörterungen ROSEN'S ist die palaeonto­logische Bedeutung und die entscheidende Rolle der Mastotermiliden für die Entfaltung aller übrigen Formen leicht herauszulesen. Für die Kenntnisse der mitteleuropäischen Formen scheint Mintermes croaticus besonders wichtig zu sein, da diese Art durch die allmählige Reduktion des Radialcomplexes die tiefe Kluft zwischen den ältesten oligozänen und eozänen Mastotermiliden und den miozänen Arten des Miotermes und Pliotermes überbrücken und somit eine Mittelstellung zwischen beiden Gruppen einnehmen zu scheint. Verfasser schreibt über diese Art (op. cit. p. 324—325) : Masto­termes croaticus zeigt eine grössere Flügellänge, als die Mastotermes­Arten des Eozäns und des Oligozäns, und als die rezente Art. Sie ist jedenfalls sehr nahe mit M. anglicus verwandt, von welchem sie sich

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