Csiki Ernő (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 25. (Budapest 1928)
Pongrácz, S.: Die fossilen Insekten von Ungarn, mit besonderer Berücksichtigung der Entwicklung der europäischen Insekten-Fauna
Leider war mir das Exemplar der CHARTEN TiEn'schen Sammlung welches sich gegenwärtig in Zürich befindet, nicht zugänglich. Falls aber, auch die Abbildung von GOLDENBERG (vergl. Fig. 3) nach diesem Stück ausgeführt war, so halte ich es für nicht unmöglich, dass es sich hier um zwei verschiedene Arten handle. Aus der Abbildung ist nämlich der verhältnismässig kurze und stark abgerundete Flügel leicht zu entnehmen, während die Stücke der wiener Sammlungen nicht nur in ihrer Flügelform, sondern auch bezüglich der Nervatur Verschiedenheiten aufzuweisen haben. (Fig. 2, 3). Allerdings scheint mir die Abbildung von GOLDENBERG unrichtig zu sein. Massangaben : Länge der Flügel : 30'5 Körperlänge : 17-5—22%. Breite der Flügel: lO'.lBreite mit gespreizten Flügeln: 60—62 %. Horizontú. Fundort: Unt. Miozän, Ältere Mediterran-Stufe, Mergelschiefer, Radoboj. Abdruck eines rechten Hintertlügels in dem Mineralienkabinet des wiener Staatsmuseums. 1844. Vorliegende Art wurde schon von HEEB eingehend beschrieben ; Sowohl die Rekonstruktion, wie die Beschreibung der Art stimmt jedoch mit den Merkmalen des mir vorliegenden Exemplares nicht überein. wodurch ich es für notwendig finde, diese Art einer Revision zu unterziehen. An dem Hinterflügel ist die Verzweigung des R, die für Mastotermes spricht, leicht zu erkennen. Während aber die lange Sc als Primitivmerkmal dieser Gruppe zu deuten ist, so wird das Zurücktreten des reichlichen Radialkomplexes bei dieser Art schon bemerklich. Ich konnte die Verbindung des ersten langen parallelen Astes des R mit dem Hauptaste an diesem Fossil nicht verfolgen, somit halte ich denselben für Sc, demzufolge hat R nun zwei Äste. Der erste läuft parallel mit Sc bis zum Apex, ohne sich zu verzweigen ; der zweite spaltet sich in eine lange Gabel. Beide sich annähernde Äste der M scheinen mit R in Verbindung zu treten, während aus der Rekonstruktion von GOLDENBERG der selbständige Verlauf derselben ersichtlich ist; Mi spaltet sich nach einer leichten Schwingung in eine geräumige Gabel. Dieselbe sendet wenigstens 6 schief gebogene Ästchen gegen Cu, während von GOLDENBEBG der eine dieser Äste als Cu gedeutet wurde. Cm sendet zwei Äste, die sich gabeln, während Cm nach Bildung einer geräumigen Gabel noch zwei parallele Äste aussendet, deren Verlauf zur Basis, wie auch die Endigungen anderer verkürzter, mit jenen parallel- sich hinziehenden Ästchen nicht deutlich zu verfolgen ist.