Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 24. (Budapest 1926)

Szatala, Ö.: A magyarországi Coniocarpineae-k kritikai feldolgozása

Im Obigen habe ich in grossen Zügen die Geschichte über die Kenntnise der Coniocarpineae in Ungarn zusammengefasst. Da die Angaben der Coniocarpineae aus Ungarn in der Literatur sich sehr zerstreut vorfinden, fand ich es für zweckmässig das ungarische Material kritisch zu sichten und zusammenzufassen. Das zur Sichtung nötige Material fand ich in den Sammlungen des Ungarischen National-Museums und des Paedagogiums in Budapest, sowie in meiner Privatsammlung. Das Material über die zerstreut publizierten Angaben habe ich grösstenteils neu geprüft und verbessert aufgenommen. Die schlecht aufgefassten Arten habe ich gestrichen. Eine scharfe Grenze zog ich zwischen kontrollierbaren und ausschliesslich literarischen Daten, abge­sondert zähle ich das von mir durchgesehene Herbarmaterial und abge­sondert erwähne ich die literarische Angaben. Aus der ungarischen Flora sind zu streichen Calicium atroviride KBR. und chlorinum SCHABE, sowie Sphaerophoron compressum ACH. HAZSLINSZKY erwähnt Calicium chlorinum SCHAER von mehreren Orten auf Grund seiner Exemplare von Branyisko, Abos, Singlér, Jagova und Radäcs. Ich war ich in der Lage die Art zu untersuchen und fand, dass die Exemplare von den ersteren Fundorten mit Lecidea lucida ACH. identisch sind, die von letzteren Fundort entpuppten sich als ein steriles Lager einer Caloplaca-kvi. Im Jahrgang 1862 der Mathematikai és Ter­mészettudományi Közlemények erwähnt HAZSLINSZKY auch ein Calicium chlorinum SCHAER. von Finta. Dieses Exemplar habe ich nicht gesehen, da aber HAZSLINSZKY in seinem Werke „A Magyar Birodalom Zuzmó­flórája" die Standorte mit dieser Bemerkung erwähnt „Steriles Lager wächst überall an Felsen", vermuthe ich, dass die Angabe von Finta auch nichts anderes sein kann, als das sterile Lager von Lecidea lucida ACH. Diese Meinung wird auch dadurch bekräftigt, dass Calicium chlorinum SCHAER. kein eigenes Lager besitz, sondern nur am Lager von Lecidea lucida ACH. wächst. Calicium atroviride KÖRB, erwähnt HAZSLINSZKY aus der Tátra, KALCHBRENNER von Szepes-Olaszi. Die Originalexemplar habe ich gesehen und deren Untersuchung ergab, dass diese mit Calicium lenticulare FR. identisch sind. Die dritte zu streichende Art Sphaerophoron compressum ACH. erwähnt LOJKA in seiner Arbeit „Adatok Magyarhon zuzmóvirányához" aus der Tátra. Das Originalexemplar entpuppte sich nach der Untersuchung als Sphaerophorus globosus VAIN. Schon HAZSLINSZKY bemerkt zu dieser Pflanze „Aus Ungarn besitze ich kein Exemplar". Das von LOJKA aus der Hohen Tátra erwähnte ist nicht diese Art, sondern nur eine flachästige Sphaero­phorus fragilis.

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