Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 22. (Budapest 1925)

Fejérváry, G. J.: Die phyletische Bedeutung des Prähallux und vergleichend-osteologische Notizen über den Anuren-Tarsus

R. esculenta berichten, sich nicht auf Rana esculenta L. s. str., sondern auf subsp. ridibunda PALL. beziehen, bei der ich, wie es aus Fig. 7 auf Taf. II hervorgeht, eine Dreiteilung des Prähallux auch selber feststellen konnte. Das Centrale von subsp. ridibunda ist, wenn normal, ein mittelgroßes, anscheinend verknöchertes Element, das mit den Tarsalia in gleicher Reihe und Ebene liegt, und sich vom Centrale von R. esculenta L. s. str. höchstens durch seine in dorsoventraler Richtung etwas geringere Entwickelung unter­scheidet. Es artikuliert, wie bei R. esculenta L. s. str., mit dem Metatar­sale I. und dem Prähalluxbasale. An der auf Taf. II Fig. 7 abgebildeten Extremität ist das Centrale abnormal entwickelt; es ist zwar von nor­mal zu bezeichnender, halbmondförmiger Umrißlinie, aber wohl etwas kleiner als in der Norm, dabei platt, und plantarwärts in eine tiefere Schichte verlagert, wodurch die Epiphyse des I. Metatarsalknochens bei diesem Stücke dem Centrale aufliegt; statt der massiven, anscheinend wohlverknö­cherten Struktur, weist das Centrale hier einen zartknorpeligen und ganz durchscheinenden Bau auf, so daß ich es erst mit einer Präpariernadel auf­finden und seine Peripherie nur auf diese Weise sicher feststellen konnte; in der transversalen Mittellinie sind 3 kleine, nicht diaphane Ossifikations('?)­Zentren wahrnehmbar. Dies sei nur bemerkt, um die auf Taf. II Fig. 7 ersicht­lichen Verhältnisse das Centrale betreffend zu erläutern. Der Prähallux besteht, bei subsp. ridibunda, aus drei Elementen: ein großes Prähallux­basale, welches seiner Form nach am ehesten noch als subrhombisch bezeichnet werden dürfte, dann folgt die erste, längliche Pseudophalange, welche etwas schmäler als das Prähalluxbasale ist, und sich in distaler Richtung graduell verjüngt; ihr distaler Rand ist abgerundet, während der proximale konkav ist, und mit dem konvexen Distalrande des Prähallux­basale artikuliert; die zweite Pseudophalange, welche die letzte darstellt, ist klein, subtriangulär und von individuell variierender Größe. Sämtliche Prähalluxelemente sind dorsoventral abgeflacht, ihr äußerer (lateraler, d. h. den Metatarsalia zugekehrter) Rand ist etwas nach oben gewendet, wodurch der innere (medialwärts, d. h. gegen die Körperachse zu gelegene) etwas unterhalb der durch diese Elemente eingenommene Horizon­talebene zu liegen kommt. Wenn wir die soeben besprochenen morphologischen Merkmale ethologisch analysieren, so ergeben sich folgende Tatsachen, welche sowohl für die gegenseitigen phyletischen Beziehungen jener Formen, die in den spezifischen Bereich der Art Rana esculenta L. s. lat. gehören, im besonderen, als auch für den phyletischen Werdegang der adaptiven Prähalluxspeziali­sation im allgemeinen, von hoher Bedeutung sind : Die fortgeschrittene Segmentation des Prähallux weist auf eine frühere nicht-grabende pelophile Lebensweise hin. Diese pelophile Lebens-

Next

/
Thumbnails
Contents