Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 22. (Budapest 1925)
Noszky, J.: Adalékok a magyarországi lajtameszek faunájához
Die vorliegende Arbeit enthält ein systematisches Verzeichnis der aus dem ungarischen Mittelmiocän stammenden fossilen Fauna mit genauer Angabe der einzelnen Fundorte. Verfasser benützte zu seiner Arbeit in erster Reihe die paläontologische Sammlung des Ungarischen National-Museums, welche aus dem Mittelmiocän reiche, meist von Dr. AUG. FRANZENAU, dem verstorbenen Paläontologen des Museums, gesammelte und zum Theil auch determinierte Materialien enthält. Diese Materialien stammen von folgenden ungarischen Fundorten : Kemencze (Com. Hont), Sopron-Rákos, SzentMargitta und Kis-Marton (Com. Sopron). Hierzu kommt noch Felső-Orbó (Com. Alsó-Fehér), dessen fossile Fauna aus dem nachlass von Jon. GSATÓ in den Besitz des Ungarischen National-Museums gelangte. Um ein möglichst komplettes Gesamtbild unserer Miozän-Fauna zu geben, nahm Verfasser in das Verzeichnis auch jene hiehergehörigen Materialien auf, welche sich in anderen öffentlichen Sammlungen befinden, oder welche das Ungarische National-Museum in neuerer Zeit erhielt, so z. B. die schönen Funde von Sámsonháza-Márkháza (Com. Nógrád). Die geologischen Verhältnisse der im obigen systematischen Verzeichnis aufgeführten Fundorte sind folgende : Das Material von Sopron-Bákos, Szent-Margitta und Kis-Marton ist eine auf den krystallinisehen Kern des Leithagebirges erfolgte Litoralablagerung (11). Eine ebenfalls litorale Bildung ist auch das Material des bekannten „Sandberges" von Dévény-Újfalu (2). Die Fundorte von Kemencze (6) und Letkés (1) sind ebenfalls Litoralbildungen, welche sich auf die vulkanischen Schichten des Börzsönyer Gebirges gelagert haben und zu verschiedenen Facies gehören. Dasselbe gilt auch für die im Cserhát gelegenen Fundorte (7, 8, 9, 10, 12, 13, 15, 16). Eine Verbindung zwischen denselben bildet, wenigstens was das Niveau anbelangt, der Fundort Budapest-Rákos (4, 5, 14). Bei Felsö-Orbó findet man ebenfalls eine Litoralbildung, welche auf eine Felsenkante des Gebirges von TordaToroczkó gelagert ist (3). Das auf pag. 232—276 des ungarischen Textes mitgeteilte systematische Verzeichnis liefert den Beweis, wie reichhaltig und interessant die fossile Fauna der erwähnten Fundorte ist. Dies ist umso beaehtenswerther, weil die betreifenden Fundorte keine neretische, lehmige, einen guten Erhaltungszustand der Fossilien sichernde Sandgebilde sind, wie z. B. die berühmten Fundorte von Lapugy, Kostej usw., welche nach KOCH (3.) eher dem tieferen Niveau des Mittelmiocäns angehören, während die ersteren Fundorte die höher gelegenen Schichten vertreten und der groben, in der Litoralzone gelegenen Facies entsprechen. Bei jedem Fundort des Verzeichnisses sind in Klammern stets auch