Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 21. (Budapest 1924)
Filarszky, F.: Die Blätter der in die Familie der Gleicheniaceen gehörigen tropischen Frankräuter
I)IF. RLATTF.K PF.Ii UI.F.ICIIKXIACF.F.X. L65 Scltencr erfolgt die weitere Verzweigung dcr dichasial entstandenen erstrangigen gegentiberstehenden beiden Spindelzweigc nicht niehr in dichasialer Weise, sondern es entstehen an demselben fiederartig iu grosser Anzahl Seitenverzweigungen zweiten Ranges und an diesen wieder ficderarlig die fiederig geschnitterien Blattchen. In diesem Falle sind also schon die ersten Auszweigungen fiederartig d. h. grossere Fiedern, wahrend in den beiden andern Fallen die fiederartige Teilung nur die Verzweigungen letzter Ordnung charakterisiert, obwohl untergeordnet fiederblattrige gegenstandige Zweiglein oder nur fiederartig geschnittene Blattchen vcreinzelt auch schon an den erstrangigen und den wmteren Seitenspindelzweigen hoherer Ordnung zur Ausbildung kominen komien. Endlich gibt es noch Gleiclicniacccn-Arten mit einfach fiederartig z11s;11nmengesetzten Blattern. Rein monopodiale, monopodial-dicliasiale und dichojiodialc Verzweigungsweisen sind es also, welche die Gestalt und Ausbildung dcr Gleicheniaceen-BJatter bestimmen. Erstere allein ist nur wenigen Gleicheuiaceen-Arten eigen ; die monopodiale combiniert mit der monopodialdichasialen Verzweigung ist mit Ausnahme ersterer Artcn iiberall, wenigstens an den letztrangigen Verzweigungen zu finden ; dic dichasialc Verzweigungsweise ist mit Ausnahme ersteren Falles uberall dominierend und fiir die Gleicheniacecn-Blatter als die charakteristischstc Verzweigungsweise anzusehen; dichopodiafe Verzwcigung endlich isl nur den zwergartigen Seitenspindeln dichasialen Ursprunges eigcn. Der zur Ruhe kehrende Vegetationskegel dcr Hauptspindel wic auch jener der Seitenspindeln bildet mit dcn ihn bedeckenden Spreuschuppen (paleae) oder Spreuhaaren eine endstandige Scheinknospe (pseudogemma) und keine wirkliche Knospc (gemma), wie cs falschlich iiberall in dcn Besclireilnmgen heisst; sellencr bilden Aphlebien die Scheinknospendeckc und rnanchmal aucli die untersten Teilblattchen oder dic untersten Abschnitle des fiederig zusammengesctztcn Blatlchens, beziehungsweise der fiederig gespaltenen Blatfchenspreite. Viele sprechen auch letztere als Aphlebicn an, sic sind es aber nicht. Die Scheinknospe der Hauplspindel oder Centralscheinknospe (pscudogeinma centralis) ist immer am kraftigsten ausgebildet, die Scheinknospen der Seitenspindeln (pseudogemmae laterales) aber erfahren dem Verzweigungsgrade angemessen eine immer schwachere, bald kaum inehr wahrnehmbare Ausbildung und bleiben an den letzten Seilenspindel-Verzvveigungcn ganzlich aus. An letzteren Orlen, also am Grundc der beiden fiederartig zusammengeselztcn Endblattchen (Fiedern) wiire auch eine mikroskopischc Untersuchung insofern erwiinscht, ob samtliches Gewebe des Vegetationsscheitels zur Bildung dieser letzten Auszweigungen verwendet wird, oder ein Tcil