Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 21. (Budapest 1924)

Stach, J.: Eine alte Reliktenform in der heutigen Apterygoten-Fauna von Malta, zugleich über einige Collembolen von dieser Insel und aus Tunis

wie auch ich oben bezuglich Triacanthella, dass die Verbreitung dieser Pflanzen sich aus der Eocanzeit datiert. Wcnn cs auch verloekend isl, auf Grund der nahcren Verwandtschaft der jetzl so wcit getrennte Gchicle bewohnenden Formen derselben Gfattung nach dcn ehemaligen Verhindungen zwischen diesen Gebieten zu suchcn, so muss man doch hei der Beurteilung solcber zoogeographischer Fragen sehr vorsichtig verfahren, um sich vor Trugschliissen zu bewahren. Das Vorkommen verwandter Formen dcr Gattung Triacanthetta an so weit voneinaiider entfernten Orten konnte als ein Beispiel fiir dic Richtigkeit der von KOLHE 14 ) fiir die Verbreitung der Goleopteren aufge­stellten ..Zentralverbreitungstheorie" betrachten werden. Die Verbreitung dieser Insekten niiisste demnacli in Mittelasien hegonnen haben und von dort westwarts nach Europa, siidwestiich nach Afrika, siidosllich iiber Siidostasien, Australien und iiber den Siidpolarkontinent nach dem siidliclieu Siidamerika gegangen sein. Dass das Mittehneer selbst nicht als Scheide zwischen nordlich und siidiich davon vorkomniendcn Gaftiingcn wirkl. zcigt der Rest der in der BiBo'schen Ausbeute befindlichen Formen. Existierten doch von jiingeren Miocan an so zatitreiclu 1 Verbindungen zwischen Nordafrika und den siidlichen Teilen des europaischcn Kontinenles besonders durch Sizilicn, das spater mehrfach entweder von Afiika oder von Italien losgerissen wurde, dass dic das Mittelmeer umgebenden Liindern nicht scharf von­einander geschiedene Faunen besitzen koniHMi. So greift von den ])alaearktischen Artcn im Mediterrangebiet die iu Europa weil verbreitete und gcmcinc Isotomurus palustris MU.LL. auf Afrika iiber. Sie wird zwar zum erstenmaJ aus Afrika erwfihnt, scheint jedoch zu dcn kosinopolitischen Fornicn zu gehoren. Das Vorkonuncn dieser Arl auf Sizilien, Malta und in Tunis zeigt deutlich den Weg an, welchen sie in ihrer Wanderung nach Afrika benutzt hat. Ein palaeark­lisches Element stellen auch dic in ganz Europa gemeinen Sminthurus riridis (L.) LUBB. und Dicyrtoma fusca (Luc, LUBB.) vor. Beide vorher aus Sardinien durch PAEONA angegebenen Arten treten auch im Tunis auf; Sminthurus viridis ist jedoch bis jetzt aus Malta nicht bekannt. Einen deutlich siidlichen Charakter triigt die neue Art Lepidocyrtus (Lepidoeyrtoides) funesianus u. sp. Sie gehort zur Gruppe tropischer und subtropischer Lepidocyrtinen, die durch lange, mit retraktilein Sinneskolben am Ant. IV ausgestattene Antcnnen und durcli deutlich langsgcstreifte Sehuppen von verschiedener Fornt sich von der im palaearktischen Gebiel weit verbreiteten Ijejndoei/rfas-Gmppe mit kurzen Antennen ohne retraktilen Sinneskolben und niit hyalinen, fast strukturlosen Bundschuppcn unter­scheidet,

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