Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 19. (Budapest 1922)

Stach, J.: Apterygoten aus dem nordwestlichen Ungarn

APTERYGOTEN AUS UNGARN. 55 einmal fand ich ein Exemplar etwas weiter entfernt von bebauten Plätzen in einem Akazienhaine auf Gras. * * 52. Arrhopalites pygmaeus (WANKEL, C. B.). Ein einziges männliches Exemplar dieser Art, welches ich unter der gelockerten, nur wenig feuchten Binde einer Akazie ziemlich entfernt von menschlichen Wohnungen (Sändorko) erbeutete, stimmt mehr mit jener Form überein. welcher BÖRNER den Namen Arrh. binoculatus gegeben hat, als mit Arrh. coecus (TULLB.). Denn es besitzt jederseits eine deutlich pigmentierte Omme, das vierte Antennenglied ist in 5 sekundäre Glieder geteilt, Klaue mit kleinem Innenzahn vor der Mitte, an jedem Empodial­anhange mit einem Zahn, an den zwei ersten Beinpaaren die Empodial­anhänge mit langer Borste ausgestattet, Mucrones ohne Erweiterung am Knde deutlich gesägt ; die Grundfarbe des Körpers ist weiss, jedoch mit rotbraunem Pigment deutlich bestreut. Am dichtesten ist dieses Pigment an den Seiten des hinteren Teiles des Abdomens angehäuft ; die Mittel­linie des Bückens und aus ihr seitlich auslaufende Querstriche, dann grösstenteils der Kopf und Unterseite des Körpers sind unpigmentiert. * 53. Sminthurinus aureus (LUBB.). Bei genauer Untersuchung zahlreicher Exemplare fand ich, dass diese Art nicht nur in der Zeichnung und Farbe des Körpers, sondern auch morphologisch variabel ist. So sind die Klauen bei den ungarischen Tieren meist mit einem, manchmal aber auch mit zwei sehr feinen, schwer wahrnehmbaren Innen­zähnchen ausgestattet. • Einer von diesen Zähnchen liegt ein wenig distal über der Mitte, das zweite in der Mitte des distalen Teiles der Klaue. Auch treten an der Klaue kleine Lateralzähne auf und bei einigen Exemplaren habe ich nach Behandlung mit Kalilauge an der dorsalen Kante eine wenig abstehende Tunica bemerkt, welche nur den distalen Teil der Klaue umhüllt. Nach KBAUSBAUEB (19) und BÖRNER (5) ist die Klaue bei dieser Art ohne Tunica und Lateralzähne ; ÂGREN (3) fand bei den schwedischen Tieren eine.eng anliegende Tunica und einen deutlichen Innenzahn in der distalen Hälfte ; LINNANIEMI (22) konnte bei den fin­nischen Tieren das Vorhandensein einer Tunica nicht mit Sicherheit feststellen, dagegen bemerkte er an der Klaue meist einen Innenzahn, welcher nicht so gross und leicht wahrnehmbar ist wie bei Smin. niger. Die Gestalt der Analanhänge ist bei den ungarischen Tieren eben­falls etwas verschieden von jener, welche BÖRNER und LINNANIEMI bei den von ihnen untersuchten Tieren gefunden haben. Nach der Angabe dieser beiden Forscher sind die Appendices anales „dick, an der Spitze

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